Dr. Martens legt starken Börsengang vor

Die britische Schuhmarke Dr. Martens ging am Freitag an die Londoner Börse und legte mit einer Bewertung von 4,2 Milliarden Euro (3,7 Milliarden Britischen Pfund) einen starken Start hin. Der Aktienwert stieg um fast 22 Prozent auf 450 Britischen Pence an und lag klar über dem Ausgabekurs von 370 Britischen Pence. Der volle Handel, bei dem neben institutionellen Anlegern auch Privatanleger mitmachen können, beginnt am Mittwoch.

„Wir sind sehr erfreut über das große Interesse, das Engagement und die Unterstützung einer so hochkarätigen Auswahl an institutionellen Investoren. Wir sind stolz darauf, unseren Platz als in London börsennotiertes Unternehmen einzunehmen … und unsere Marke weltweit weiter auszubauen“, kommentierte Dr. Martens-Chef Kenny Wilson am Freitag in einer Erklärung.

Die Private-Equity-Gruppe Permira, die Dr. Martens vor sieben Jahren für 300 Millionen Britischen Pfund (380 Millionen Euro) gekauft hatte, führte den Börsengang der Gruppe mit 35 Prozent an.

Der Umsatz von Dr. Martens stieg in den sechs Monaten bis September 2020 im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Fünftel auf 318 Millionen Britischen Pfund (361 Millionen Euro); der gesamte Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr belief sich auf 672 Millionen Britischen Pfund (763 Millionen Euro). Dr. Martens hat durch die Corona-Pandemie angetrieben weltweit starke Onlineumsätze verzeichnen können.

Die britische Kult-Marke hat deutsche Wurzeln: Arzt Klaus Märtens aus Bayern entwickelte die ersten „Docs“ kurz nach dem Zweiten Weltkrieg; die Sohle mit Luftpolster, die er aus einem alten Autoreifen fertigte, sollte seiner Fußverletzung helfen. Eine Anzeige für die Schuhe, die Märtens und sein Partner Herbert Funck als Spezialanfertigungen herstellten, sah das britische Traditionsunternehmen R Griggs, machte ein Kaufangebot für das Design, das Märtens und Funck 1960 annahmen, und begann, Dr. Martens professionell herzustellen.

Bild: Dr. Martens via Finsbury

 

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