Die EU-Staaten haben eine entschlossene Reaktion auf mögliche neue Zusatzzölle von US-Präsident Donald Trump vereinbart. «Die Europäische Union muss auf alle Handlungen reagieren, die klar protektionistischer Natur sind», heißt es in der am Freitagmorgen verabschiedeten Gipfelerklärung der Staats- und Regierungschefs.

Zugleich stellen sich die EU-Spitzen in dem Text noch einmal uneingeschränkt hinter die bereits auf den Weg gebrachten Gegenmaßnahmen auf Trumps Zusatzzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte. Dazu gehören Vergeltungszölle auf US-Produkte sowie eine Klage bei der Welthandelsorganisation WTO.

Der Handelsstreit zwischen den USA und der EU droht weiter zu eskalieren, weil Trump auch Sonderzölle auf den Import von europäischen Autos erwägt. Sie würden vor allem die deutsche Wirtschaft deutlich stärker treffen als die auf Stahl- und Aluminium. Trump begründet seine Zusatzzölle «mit nationalen Sicherheitsinteressen». Die EU hält das jedoch für absolut unglaubwürdig und geht davon aus, dass es eigentlich nur darum geht, die amerikanische Wirtschaft anzukurbeln.

Die europäischen Interessen und der Multilateralismus im Welthandel müssten verteidigt werden, kommentierte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Rande des Gipfels. Diktaten von Außen dürfe man nicht nachgeben. Litauens Präsidentin Dalia Grybauskaite warnte allerdings vor einer Eskalation. Wenn es nach dem Prinzip «Auge um Auge» gehe, seien am Ende beide Seiten blind, twitterte sie. (dpa)

 

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