Der Vorstandsvorsitzende und Mitgründer des indischen Online-Händlers Flipkart, Binny Bansal, ist überraschend zurückgetreten. Es habe einen Vorwurf «ernsten persönlichen Fehlverhaltens» gegen ihn gegeben, teilten Flipkart und dessen neuer Mehrheitsaktionär, der US-Einzelhändler Walmart, am Dienstag mit. Bei einer unabhängigen Untersuchung seien zwar keine Beweise für die Anschuldigung gefunden worden, aber andere Verfehlungen ans Licht gekommen - vor allem fehlende Transparenz seitens Bansals. Er bestreite den Vorwurf. Es habe die Gefahr bestanden, dass dies zu einer Ablenkung für das Unternehmen werde.

Walmart hatte im Mai angekündigt, einen etwa 77-prozentigen Anteil an Flipkart für rund 16 Milliarden US-Dollar (etwa 14,2 Milliarden Euro) zu übernehmen. Der indische Markt gilt als besonders vielversprechend und Flipkart ist dort der größte Konkurrent Amazons im Online-Handel. Binny Bansal und der nicht mit ihm verwandte Sachin Bansal hatten das Unternehmen 2007 gegründet und zu einem der erfolgreichsten Start-ups Indiens gemacht. Sachin Bansal war bereits nach der Walmart-Übernahme ausgestiegen. (dpa)

 

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