Die Verhandlungen um eine Zusammenlegung der Warenhausketten Karstadt und Kaufhof sollen bis Mitte August zum Abschluss kommen, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters am Montag und berief sich auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Im Juli hatte der Kaufhof-Eigentümer Hudson's Bay Company (HBC) Medienberichte über Gespräche zu einer geplanten Zusammenlegung mit Karstadt bestätigt. HBC habe eine unverbindliche Absichtserklärung mit dem Karstadt Eigentümer Signa unterzeichnet, teilte das kanadische Unternehmen damals mit. Es gebe allerdings keine Garantie für einen Erfolg der Verhandlungen hieß es.

Signa und HBC verhandeln über ein Gemeinschaftsunternehmens aus Karstadt und Kaufhof, berichtete Reuters zuvor am 25. Juni und verwies auf Insiderkreise. Der Warenhausbetreiber Karstadt solle den Insidern zufolge die Hälfte der Immobilienwerte und 51-Prozent der Betriebsgesellschaft von Kaufhof übernehmen, auch mit der Option den restlichen Teil später zukaufen zu können.

Erfolglos in der Vergangenheit

Eine Zusammenführung der beiden Warenhäuser könnte grundlegende Änderungen für die deutschen Einzelhandel mit sich bringen. Zum einen ist unsicher, ob und wie viele Doppelstandorte von Kaufhof und Karstadt bei einer Fusion geschlossen werden könnten, auf der anderen Seite könnte eine Zusammenlegung Kräfte gegen mächtige Online-Konkurrenten wie Amazon bündeln.

Der österreichische Warenhaus- und Immobilienkonzern Signa Holding hatte in der Vergangenheit bereits erfolglos für Kaufhof geboten. Anfang des Jahres versuchte Signa den Kaufhausbetreiber für 3 Milliarden Euro von HBC zu übernehmen. Auch 2015 kam Signa nicht zum Zug, damals übernahm HBC alle Standorte von Kaufhof in Deutschland und Belgien für 2,8 Milliarden Euro von der Metro Group.

 

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