Ludwig Beck: Shutdown belastet Quartalsumsatz und Ergebnis

Die staatlichen Schutzmaßnahmen gegen die Covid-19-Pandemie haben Umsatz und Ergebnis des Münchener Einzelhändlers Ludwig Beck AG im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2020 erheblich belastet. Das geht aus einem Zwischenbericht hervor, den das Unternehmen am Donnerstag vorlegte.

Demnach sank der Bruttoumsatz aus fortgeführten Geschäftsbereichen – also ohne die Beiträge des Ende April 2019 verkauften Herrenausstatters Wormland – gegenüber dem Vorjahresquartal um 22,6 Prozent auf 15,4 Millionen Euro. „Aufgrund der Schließung der Verkaufsstätten ab dem 18. März 2020 verlor Ludwig Beck Umsätze sowohl im Segment Textil als auch im Segment Nontextil“, erklärte das Unternehmen. Der Bruttoumsatz im Textilbereich schrumpfte demnach um 26,6 Prozent auf 10,5 Millionen Euro, im Nontextil-Segment ging er um 12,5 Prozent auf 4,9 Millionen Euro zurück. Der Nettoumsatz des Einzelhändlers sank insgesamt um 22,8 Prozent auf 12,9 Millionen Euro.

Trotz geringerer Personalkosten wuchs der Verlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) aus fortgeführten Geschäften von 0,1 auf 1,5 Millionen Euro. Der Nettofehlbetrag aus fortgeführten Geschäften erhöhte sich von 0,4 auf 1,4 Millionen Euro. Der ausgewiesene Nettoverlust des Konzerns ging von 2,5 auf 1,4 Millionen Euro zurück, weil im Vorjahresquartal noch Verluste von Wormland in Höhe von 2,1 Millionen Euro verbucht worden waren.

Angesichts der anhaltenden Unsicherheit verzichtet der Vorstand weiterhin auf Prognosen für das laufende Jahr. „Es ist noch nicht abschätzbar, in welchem Umfang die Umsatz- und Ertragssituation von Ludwig Beck durch das Ausbleiben von Kunden, Lieferantenengpässe oder mögliche behördliche Anordnungen weiterhin negativ beeinflusst werden könnte“, erklärte das Unternehmen.

Foto: Ludwig Beck AG

 

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