Marks & Spencer: Lockdown lässt Quartalsumsatz abrutschen

Der britische Handelskonzern Marks & Spencer Plc. hatte im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2020/21 unter den Auswirkungen der Corona-Krise zu leiden. Weil die Läden in England zum Schutz gegen die Pandemie vom 5. November bis zum 1. Dezember geschlossen werden mussten, wurde vor allem das Weihnachtsgeschäft mit Kleidung und Haushaltswaren empfindlich beeinträchtigt.

Am Freitag teilte der Einzelhändler mit, dass er in den 13 Wochen vor dem 26. Dezember einen Umsatz in Höhe von 2,77 Milliarden Britischen Pfund (3,07 Milliarden Euro) erzielen konnte. Das entsprach einem Rückgang um 8,4 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal. Solide entwickelte sich das Lebensmittelgeschäft in Großbritannien, dessen Umsatz um 2,2 Prozent (flächenbereinigt +2,6 Prozent) auf 1,74 Milliarden Britische Pfund zulegte.

Deutlich schlechter sah es auf dem Heimatmarkt im Segment Clothing & Home aus. Dort brachen die Erlöse um 25,1 Prozent (flächenbereinigt -24,1 Prozent) auf 787 Millionen Britische Pfund ein. Allein im Lockdown-Monat November musste die Sparte einen Rückgang um 40,5 Prozent hinnehmen. Für einen Lichtblick sorgte das Onlinegeschäft, in dem der Quartalsumsatz mit Kleidung und Haushaltswaren um 47,5 Prozent auf 353 Millionen Britische Pfund gesteigert wurde. Im Auslandsgeschäft sanken die Erlöse des Konzerns währungsbereinigt um 10,4 Prozent auf insgesamt 239 Millionen Britische Pfund.

Hoffnung auf eine Erholung in näherer Zukunft gibt es derzeit kaum: Der Einzelhändler warnte vor den Folgen des erneuten Lockdowns in Großbritannien der sich „möglicherweise bis Ostern“ hinziehen könnte. Der Konzern werde „die Warenbestände im Bereich Clothing & Home und die Kostenbasis der Filialen“ an die aktuelle Lage anpassen, heißt es in einer Mitteilung. Zudem warnte das Unternehmen vor „erheblichen Auswirkungen“ des Brexit-Handelsabkommens auf die Geschäfte in Irland, der Tschechischen Republik und Frankreich.

Foto: Marks & Spencer

 

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