​McGregor gewinnt Rechtsstreit gegen Adidas und plant 2019 ein Comeback

Das niederländische Modelabel McGregor geht als Sieger aus einem Rechtsstreit mit dem deutschen Sportartikelkonzern Adidas hervor. Die Tochterfirma von Adidas, Reebok, darf nach einem Urteil des Gerichts in Den Haag keine Kleidung mehr mit dem Namen des Kampfkünstlers Conor McGregor verkaufen.

Auf der Kleidung, die das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen Reebok und der Ultimate Fighting Championship ist, bei der Kampfsportler Conor McGregor unter Vertrag steht, hatte das Wort "McGregor" einen prominenten Platz auf der Kleidung. Die Marke McGregor war der Meinung, dass dies zu Verwirrung darüber führen könnte, von welcher Marke die Kleidung stammt. Das Gericht hat nun entschieden, dass Markenverletzung vorliegt. "Die Art des Verweises von Adidas / Reebok auf Sportkleidung von MMA-Kämpfer Conor McGregor ist eine Verletzung der Bekleidungsmarke McGregor", heißt es in dem Gerichtsurteil am Freitag.

McGregor plant 2019 ein Comeback, zeigen Gerichtsdokumente

Adidas war der Meinung, dass Conor McGregor genauso beliebt ist wie bekannte Fußballer und dass die Verbraucher wissen, dass die Sportbekleidung nicht von der niederländischen Marke kommt. Der Richter bezweifelte dies und sagte es sei nicht sicher, dass dabei sofort an den Kampfkünstler gedacht wird. Für den Richter war es durchaus möglich, dass der Verbraucher zu dem Schluss kommen würde, dass McGregor auch eine Sportbekleidung und eine kommerzielle Verbindung zu Adidas hat.

Der Fall zeigt auch, wer heute die Markenrechte von McGregor besitzt, nachdem ein Neustart unter dem Unternehmer Rens van de Schoor im vergangenen Jahr abgeblasen wurde. Die Firma McGregor IP B.V. hält derzeit die Markenrechte und will die Marke laut den Gerichtsdokumenten 2019 wieder einführen.

Dieser Artikel wurde zuvor auf FashionUnited.nl veröffentlicht. Übersetzung und Bearbeitung: Weixin Zha.

Foto: McGregor Facebook