Mister Spex: Jahresumsatz sinkt um 18 Prozent
Der Berliner Brillenhändler Mister Spex SE hat das Geschäftsjahr 2025 wie erwartet mit erheblichen Umsatzeinbußen abgeschlossen, aber Fortschritte beim Ergebnis gemacht. Das geht aus vorläufigen, noch ungeprüften Zahlen hervor, die das Unternehmen am Montag veröffentlichte.
Den vorliegenden Resultaten zufolge belief sich der Umsatz im vergangenen Jahr auf 178 Millionen Euro. Das entsprach einem Rückgang um rund 18 Prozent gegenüber 2024. Die Entwicklung habe damit im Rahmen der Prognosespanne gelegen, die ein Minus von zehn bis zwanzig Prozent in Aussicht gestellt hatte, erklärte das Unternehmen,
Die Einbußen hätten „im Wesentlichen aus bewusst umgesetzten Anpassungen im Store-Portfolio im vierten Quartal 2024 sowie aus der konsequenten Reduzierung rabattgetriebener Aktionen“ resultiert, heißt es in einer Mitteilung. Auf vergleichbarer Fläche seien die Erlöse in den verbliebenen deutschen Stores um acht Prozent gestiegen.
Das Reformprogramm „SpexFocus“ wurde vollständig umgesetzt
Auch die Entwicklung beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erfüllte im vergangenen Jahr die Erwartungen. Die EBIT-Marge habe „im unteren Bereich der prognostizierten Spanne von -5 Prozent bis -15 Prozent“ gelegen, erklärte das Unternehmen. Dies sei auf „die laufende Umsetzung struktureller Kostenmaßnahmen, eine konsequente Preisdisziplin sowie Investitionen zur Unterstützung der Restrukturierung im Rahmen des Programms SpexFocus“ zurückzuführen. Das 2024 gestartete Reformprogramm sei „mit dem Abschluss des Geschäftsjahres 2025 zur vollen Umsetzung gebracht“ worden und werde ab 2026 „durch einen Prozess der kontinuierlichen Veränderung ersetzt“, erklärte die Optikerkette.
CEO Tobias Krauss sieht das Unternehmen angesichts der vorliegenden Zahlen auf Kurs. „2025 war ein Jahr bewusster Entscheidungen und disziplinierter Umsetzung“, erklärte er in einem Statement. „Wir haben Profitabilität und Servicequalität klar über kurzfristiges Umsatzvolumen gestellt. Die Stabilität unseres deutschen Store-Geschäfts und die anhaltende Verschiebung hin zu höherwertigen Korrektionsbrillen bestätigen, dass unsere strategische Ausrichtung greift.“
Die endgültigen Resultate für 2025 und Prognosen für das laufende Jahr will Mister Spex am 26. März vorlegen.
Weiterlesen:
- Mister Spex kann Quartalsverlust deutlich verringern
- Mister Spex wechselt den Finanzchef: Benjamin von Schenck ersetzt Stephan Schulz-Gohritz
- Mister Spex: Umsatzrückgang trotz verbesserter Profitabilität im zweiten Quartal
- Mister Spex bietet Abo-Modell jetzt auch online an
- Mister Spex senkt Umsatzprognose
ODER ANMELDEN MIT