Nichts mehr zu retten: Miller & Monroe Eigentümer hinterlässt 43 Millionen Euro Schulden

Die niederländischen Läden von Miller & Monroe konnten nicht gerettet werden. Nach der Insolvenz von Vidrea Retail, der Muttergesellschaft des Bekleidungshändlers Miller & Monroe, hat sich nun gezeigt, dass hier kein Neustart möglich war. Die Filialen wurden am 1. August geschlossen, weil die Arbeitsverträge der Mitarbeiter zu diesem Zeitpunkt ausgelaufen sind. Das meldeten die Insolvenzverwalter in ihrem Bericht.

Vidrea Retail hinterlässt eine Gesamtschuld von mindestens 43 Millionen Euro. Der Saldo des Vermögens zum Zeitpunkt des Bankrotts beträgt laut dem Bericht nur 283.000 Euro. Das Steuer- und Zollamt hat noch 2,9 Millionen Euro gut, andere Vorzugs-Gläubiger 2,75 Millionen Euro und die Banken haben weiterhin Anspruch auf 2,7 Millionen Euro. Darüber hinaus haben 450 weitere Gläubiger gemeldet, dass sie noch mehr als 35 Millionen Euro bekommen. Als Folge der Insolvenz wurden 550 Personen entlassen.

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Der Konkurs von Vidrea Retail ereignete sich im Juni, nachdem die Schwestergesellschaft in Deutschland bereits im März Insolvenz angemeldet hatte. Vidrea benötigte aufgrund dieses Konkurses Liquidität. In der Folge waren die Geldgeber des Unternehmens nicht bereit, zusätzliche Finanzierungen bereitzustellen. Bereits im April beantragte Vidrea Zahlungsaufschub und war zuversichtlich, dass eine Einigung erzielt werden konnte. Dem Unternehmen wurden zusätzliche drei Monate eingeräumt, um mit den Gläubigern zu sprechen, aber am Ende wurde der Aufschub am 25. Juni aufgehoben und in ein Insolvenzverfahren umgewandelt.

Muttergesellschaft von Miller & Monroe hinterlässt Schulden von 43 Millionen Euro

Eine Reihe von Akteuren redete über einen möglichen Neustart, darunter Geschäftsführer Lex Hes, aber es wurde keine Lösung gefunden. Die Insolvenzverwalter wollten nicht mit Hes sprechen, solange keine Klarheit über die Ansprüche von Lieferanten mit Eigentumsvorbehalt bestand. Der Bericht erwähnt, dass Hes seit dem Konkurs nicht mehr an der Weiterführung der Miller & Monroe Filialen während der Insolvenz beteiligt war, nicht mehr im Büro der Gesellschaft erschienen ist und nach Ansicht der Verwalter eher bei ihrer Arbeit gestört habe.

Wo Vidrea Retail 2017 noch einen Gewinn von einer halben Million im Geschäftsbericht verbuchte, wurde 2018 ein Verlust von 3,5 Millionen Euro ausgewiesen. Von 2017 bis 2018 stieg der Umsatz jedoch von 31,6 Millionen Euro auf 37,5 Millionen Euro.

Miller & Monroe betrieb 72 Filialen in den Niederlanden, zumeist ehemalige Läden von Charles Vögele, in denen sich die neue Kette angesiedelt hatte. Die Marke erblickte 2017 das Licht der Welt und richtete sich an die über 50-Jährigen im mittleren Marktsegment. Vidrea Retail ist Teil der Vidrea Holding und der Victory & Dreams International Holding BV. Der Konkurs betrifft nur die Vidrea Retail BV.

Dieser übersetzte Bericht erschien zuvor auf Fashionunited.nl.

Bild: Miller & Monroe

 

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