Niederländische Niederlassung von Gerry Weber beantragt Zahlungsaufschub

Von Sylvana Lijbaart

31. März 2025

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Business
Die Unternehmenszentrale im westfälischen Halle Credits: Gerry Weber

Nach Schwierigkeiten in Deutschland bleibt auch die niederländische Tochtergesellschaft von Gerry Weber nicht verschont.

Das Unternehmen hat beim Amsterdamer Gericht einen Antrag auf Zahlungsaufschub für seine niederländische Sparte, die im Handelsregister unter dem Namen Gerry Weber Retail geführt wird, gestellt. Dies teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung am Montag mit. In der niederländischen Einheit sind 175 Mitarbeitende beschäftigt.

Die 38 niederländischen Filialen bleiben vorerst geöffnet, allerdings können Verbraucher:innen derzeit keine Bestellungen über den Online-Shop des Marke aufgeben. Welche Auswirkungen das Moratorium auf bestehende Bestellungen von Einzelhändler:innen hat, ist derzeit noch unklar.

Fortführung des Geschäftsbetriebs wird angestrebt

Derzeit arbeitet der zum vorläufigen Verwalter bestellte Marc van Zanten an einer möglichen Fortführung des Geschäftsbetriebs. „Es gibt ernsthaftes und internationales Interesse an den Gerry-Weber-Filialen in den Niederlanden", so van Zanten. „Alle Geschäfte bleiben daher geöffnet, um die Chancen auf eine Fortführung mit Erhalt der Arbeitsplätze so groß wie möglich zu halten.“

Die deutsche Muttergesellschaft, Gerry Weber International GmbH, hatte im März erneut eine Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Diese Insolvenz hat nun auch finanzielle Auswirkungen auf die niederländische Tochtergesellschaft. Ziel des aktuellen Verfahrens ist es, das Unternehmen mit einer angepassten Struktur fortzuführen, die besser an die aktuellen Marktbedingungen angepasst ist.

„Trotz der weitreichenden Maßnahmen, die Gerry Weber in den vergangenen Jahren bereits ergriffen hat, und trotz der positiven Resonanz des Marktes auf die Kollektionen, konnte das Unternehmen noch keine ausreichende finanzielle Puffer aufbauen, um eine derartige Häufung unerwarteter Krisenfaktoren zu kompensieren“, erklärte Restrukturierungsexperte Dr. Christian Gerloff, der das Insolvenzverfahren in Deutschland leitet. „Das anhaltend schwache Konsumklima in Deutschland und anderen Teilen Europas zwingt uns dazu, die Strategie und Strukturen des Unternehmens erneut anzupassen.“

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