Schuh-Schmid Eigentümer übernimmt Modehändler K&L

Der Augsburger Schuh- und Textilhändler Schmid-Gruppe hat den insolventen Filialisten K&L übernommen. Nach der Schließung von Filialen während der Sanierungsphase befindet sich K&L wieder im Expansionsmodus. Der erste neue Store eröffnete bereits während der Insolvenz.

“Angesichts der schwierigen Situation im deutschen Textileinzelhandel, der unter Warenüberangebot, Margendruck und der nachlassenden Konjunktur leidet, war dieses Ergebnis alles andere als selbstverständlich und letztlich auch nur durch eine Reihe von Zugeständnissen der Vermieter, so auch der Familie Ruppert, möglich“, sagte Restrukturierungsgeschäftsführer Christian Gerloff in der Pressemitteilung am Mittwoch. Die Gläubiger haben dem Insolvenzplan von K&L, einschließlich dessen Übernahme durch den Schmid-Schuh-Eigentümer, zugestimmt. Das Eigenverwaltungsverfahren für K&L soll damit am 1. September enden.

Neueröffnungen geplant

Mit der Übernahme durch die Schmid-Gruppe werden trotz der bereits erfolgten Filialschließungen langfristig mehr als 75 Prozent der mehr als 1000 Arbeitsplätze erhalten, teilte K&L mit. Im ersten Halbjahr 2019 konnte der Textilhändler seine Like-for-Like Umsätze um 5 Prozent steigern, hierbei nicht eingerechnet sind die geschlossenen defizitären Filialen.

Schuh-Schmid Eigentümer übernimmt Modehändler K&L

“Darüber hinaus ist es uns gelungen, die Margen zu verbessern und den Rohertrag zu steigern. Dies zeigt, dass wir in den letzten zwölf Monaten einen guten Job gemacht haben und die bereits 2017 eingeleitete Neuausrichtung sowie die zusätzlichen Maßnahmen im Rahmen der Insolvenz wirken“, sagte Jens Bächle, Geschäftsführer der K&L GmbH & Co. Handels-KG, in der Mitteilung.

Die Ergebnisse hätten sich durch die Sanierungsmaßnahmen im Vorjahresvergleich wesentlich verbessert, sagte Bächle. Die strategische Neuausrichtung werde weiter fortgesetzt: Das Modesortiment soll verbessert, die Kundenbindung gestärkt und die Verkaufsflächen attraktiver und effizienter werden. Außerdem sollten Synergieeffekte mit dem neuen Investor gehoben werden. Durch die Schmid-Gruppe stehen auch mehr finanzielle Mittel zur Weiterentwicklung der K&L-Läden zur Verfügung. Laut Mitteilung sei in Zukunft auch die Eröffnung weiterer Filialen an strategisch günstigen Standorten geplant. Die erste neue Filiale eröffnete noch während der Insolvenz am 19. Juni in Bietigheim-Bissingen.

Bild: K&L-Zentrale in Weilheim & Geschäftsführer Jens Bächle | K&L

 

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