So bezahlen die Deutschen im Netz am liebsten

Wie man beim Onlineshopping bezahlen kann, ist zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor geworden: Nicht selten sind die Zahlungsmöglichkeiten das Zünglein an der Waage, ob ein Kaufprozess im Netz abgebrochen oder abgeschlossen wird. Gleichzeitig muss eine Balance zwischen Händler-Risiko und -Kosten auf der einen Seite und Konsumenten-Risiko und -Wünschen auf der anderen Seite hergestellt werden.

In ihrem E-Commerce Report III hat die Internet World Messe die wichtigsten aktuellen Kennzahlen rund um das Thema E-Commerce Payment in Deutschland gebündelt und in einer Infografik zusammengefasst. Die Grafik gibt Aufschluss über die beliebtesten Zahlungsarten im deutschen Online-Handel, wie Händler mit Hilfe von Payment-Angeboten Kosten und Risiko steuern und ob das Trendthema mobile Payment überhaupt schon beim Konsumenten angekommen ist.

So bezahlen die Deutschen im Netz am liebsten

Paypal liegt vorne

Wenig überraschend ist PayPal Deutschlands bekanntestes Online-Bezahlsystem. Durchaus überraschend dagegen ist, dass PayPal inzwischen sogar den „Kauf per Rechnung“ in der Gunst der Online-Konsumenten knapp überholt hat und damit die Nummer Eins der beliebtesten Zahlungswege im deutschen Internethandel ist. Vor allem männliche Online-Shopper bezahlen gerne darüber. In Sachen Bekanntheitsgrad rangieren auch Amazon Payments und Giropay unter den vordersten drei, und das, obwohl deutsche Händler mit der Integration des Amazon Zahlverfahrens sehr zögerlich sind.

Blickt man auf die Seite der Händler, zeigt sich, dass sie ihren Payment-Mix im Grunde gefunden haben. Durchschnittlich bietet ein Webshop in Deutschland 5,3 verschiedene Zahlungsverfahren an, weitere 1,4 sind geplant – vorwiegend um damit zu experimentieren. Und auch wenn die Online-Branche heute vor allem über Customer Experience, Usability oder andere Trends im Onlinehandel spricht, der Kaufabschluss-Killer Nr. 1 ist der „falsche“ Bezahlweg! Dicht gefolgt von einer zu umständlichen Warenrückgabe, wertet der Konsument das Fehlen des bevorzugten Zahlverfahrens als wichtigsten Grund, warum er einen Kauf abbricht.

Payment als Steuerungsmöglichkeit zur Minimierung des Zahlungsausfall-Risikos nutzen in Deutschland relativ wenige Händler: Fast drei Viertel der Shopbetreiber bieten allen Kunden die gleichen Zahlungsoptionen und nur 28 Prozent unterscheiden beim Check-out-Prozess nach der Bonität des Kunden. Entscheidungskriterium ist hierbei meist die Zahlungs- und Bestellhistorie des Kunden oder eine interne Bonitätsprüfung.

Mobile Payment steckt noch in den Kinderschuhen

Das Thema Mobile Payment mit den Bezahlverfahren „Zahlen per App“ und über „Near Field Communication (NFC)“ ist bei vielen Konsumenten in Deutschland noch nicht gänzlich angekommen. Über die Hälfte der Deutschen kennen weder NFC noch Bezahlen per App. Wer allerdings gerne mit dem Smartphone einkauft, nutzt dazu häufig den Bankeinzug. Dieser rangiert auf dem mobilen Endgerät sogar vor PayPal, Rechnung und Kreditkarte.

Foto: Paypal; Grafik: Internet World

 

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