Sports Direct präsentiert Jahresbilanz und neuen Finanzchef

Der britische Handelskonzern Sports Direct International Plc. hat das Geschäftsjahr 2016/17 mit einem deutlichen Umsatzwachstum abgeschlossen. Unter dem Strich stand aber aufgrund von ungünstigen Wechselkursveränderungen und Investitionen in die Optimierung des Filialnetzes ein deutlich niedrigerer Nettogewinn. Neben den aktuellen Zahlen stellte das Unternehmen am Donnerstag auch einen neuen Chief Financial Officer (CFO) vor.

Sports Direct konnte seinen Jahresumsatz um 11,7 Prozent auf 3,2 Milliarden Britische Pfund (3,6 Milliarden Euro) verbessern. Dazu trug die Tatsache bei, dass 2016/17 über 53 Verkaufswochen umfasste, eine mehr als das Vorjahr. Im Kerngeschäft, dem Sportartikelhandel in Großbritannien, stiegen die Erlöse um 6,3 Prozent auf 2,1 Milliarden Britische Pfund. Im Ausland wurde der Umsatz in den Sportartikelfilialen um 38,0 Prozent auf 665,6 Millionen Britische Pfund verbessert, wozu die Übernahme der irischen Handelskette Heatons beitrug. Das Segment „Premium Lifestyle“ meldete eine Steigerung um 11,6 Prozent auf 202,2 Millionen Britische Pfund, die Sparte „Brands“ legte um 4,1 Prozent auf 241,1 Millionen Britische Pfund zu.

Negative Währungseffekte, Wertberichtigungen und Ausgaben für die Aufwertung des Filialbestandes durch die Schließung unattraktiver Filialen und die Eröffnung neuer moderner Läden und Flagshipstores wirkten sich auf das Ergebnis aus. Der ausgewiesene Nettogewinn nach Minderheitenanteilen schrumpfte daher um 17,1 Prozent auf 229,9 Millionen Britische Pfund (256,8 Millionen Euro). Bereinigt um zahlreiche Sondereffekte, darunter die Einnahmen aus dem Verkauf der Marke Dunlop, brach der Gewinn vor Steuern um 58,7 Prozent auf 113,7 Millionen Britische Pfund ein.

Das Unternehmen hatte aber nicht nur Zahlen, sondern auch eine wichtige Personalie zu verkünden: Jon Kempster wurde zum neuen CFO berufen. Er wird den Posten am 11. September antreten. Kempster verfügt über große Erfahrungen im Finanzmanagement, zuletzt war er bis 2012 als Group Finance Director beim britischen Logistikunternehmen Wincanton tätig gewesen. Bei Sports Direct tritt er die Nachfolge von Matt Pearson an, der das Unternehmen Ende 2016 verlassen hatte.

Foto: Sports Direct
 

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