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Vertikales Wachstum: Alibabas Errungenschaften der letzten Jahre

Der chinesische Internetriese Alibaba hat sich nicht nur durch seine gleichnamige B2B-Plattform und verwandte Unternehmen wie sein Online-Kaufhaus Tmall, die Online-Plattform Taobao oder das Online-Bezahlsystem Alipay einen Namen gemacht, sondern auch durch Akquisitionen von Unternehmen, die auf den ersten Blick nichts mit Alibabas Geschäften zu tun haben, aber auf den zweiten Blick die Voraussicht und das vertikale Wachstum der Alibaba Group Holding Limited verdeutlichen. FashionUnited hat die wichtigsten Akquisitionen der letzten Jahre zusammengestellt.

Erst letzte Woche berichtete FashionUnited, dass Alibaba sein erstes eigenes Einkaufszentrum namens “More Mall” in Hangzhou im Osten Chinas bauen will, wo sich auch der Hauptsitz des Konzerns befindet. Im April 2018 soll es fertiggestellt sein und bedeutet einen weiteren Schritt in Richtung einer Online-to-Offline (O2O)-Verzahnung beziehungsweise dem Internet- und stationären Einzelhandel.

Alibaba setzt auf Online-to-Offline

Im Februar dieses Jahres investierte Alibaba 200 Millionen US-Dollar (190 Millionen Euro) in Kakao Pay, Tochterfirma des südkoreanischen Nachrichtenkonzerns Kakao, um seine globale Reichweite auszudehnen und Finanzdienstleistern wie Visa und MasterCard Konkurrenz zu machen.

Ende 2015 erwarb das Unternehmen die englischsprachige Hongkonger Tageszeitung South China Morning Post (SCMP) für stolze 2,06 Milliarden Hongkong-Dollar (umgerechnet etwas über 240 Millionen Euro), um aus den zur SCMP Group gehörenden Medien wie Cosmopolitan, Elle, Esquire und Harper's Bazaar Kapital zu schlagen und Alibabas Online-Präsenz dort zu stärken, wo das Unternehmen bereits Investitionen getätigt hat.

Zum Beispiel kurz davor, im November 2015, investierte Alibaba 4,4 Milliarden US-Dollar in die Video-Plattform Youku Tudou, die als "Chinas YouTube" gilt. Ein cleverer Schachzug, denn über Youku Tudou können Benutzer weltweit eine beachtliche Anzahl von Videoinhalten kostenlos herunterladen oder ansehen, da die Video-Plattform mit über 1.500 Lizenzinhabern wie TV-Sendern oder Filmproduktionsfirmen kooperiert.

Der Konkurrent YouTube kann da nicht mithalten, da er Kinofilme und Serien aufgrund von Copyright-Auflagen nur eingeschränkt anbieten darf. Geplant ist, so Ma, die beliebte Website zu Chinas führender digitaler Unterhaltungsplattform zu machen und mehr US-Inhalte nach China zu bringen.

Im Juli 2015 hatte Alibaba in Mei.com investiert, Chinas führende Flash Sale-Plattform für Luxus- und Modeprodukte, um so sein Angebot an Luxusmarken für Tmall.com zu verbessern.

2014 hatte Alibaba 1,2 Milliarden Yen (rund 188 Millionen US-Dollar) für einen Anteil am chinesischen Fußballverein Guangzhou Evergrande ausgegeben und im September angekündigt, eine eigene Privatbank gründen zu wollen. Dies hatte das Unternehmen dann auch im Juni 2015 mit MyBank getan.

Laut Forbes hat der chinesische Konzern in den letzten zwei Jahren bis zu 8 Milliarden US-Dollar in den stationären Handel gesteckt, wobei die Lebensmittelkette Hema den Löwenanteil verschlungen hat. Alibaba ging zu diesem Zweck im Juli 2014 ein Joint Venture mit der Kaufhauskette InTime ein, um O2O-Geschäfte zu etablieren. Mit Tao Cafe bietet das Unternehmen Verbrauchermärkte an, die kein Personal brauchen. Beide Ketten werden in der “More Mall” präsentiert werden.

Foto: Alibaba Group Website