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VF Corporation: Umsatz sinkt im dritten Quartal stärker als erwartet

Von Jan Schroder

27. Jan. 2021

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Der US-amerikanische Bekleidungskonzern VF Corporation hat am Mittwoch durchwachsene Zahlen für das dritten Quartal 2020/21 vorgelegt. Der Umsatz verfehlte die Erwartungen der Analysten, der um Sondereffekte bereinigte Gewinn übertraf hingegen die Prognosen. Das Unternehmen, zu dem Marken wie Vans, The North Face, Timberland und Supreme gehören, erklärte, dass die Geschäfte im Berichtszeitraum weiterhin von den negativen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie geprägt worden seien. So musste der Konzern in den USA einen deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen.

In den Monaten Oktober bis Dezember belief sich der Konzernumsatz auf 2,97 Milliarden US-Dollar (2,45 Milliarden Euro). Damit lag er um 5,8 Prozent unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahresquartals. Bereinigt um Wechselkursveränderungen sanken die Erlöse um acht Prozent. Das Label Vans musste aufgrund von Einbußen in Amerika und Europa einen Umsatzrückgang um sechs Prozent (währungsbereinigt -8 Prozent) hinnehmen, bei The North Face blieben die Erlöse stabil (währungsbereinigt -2 Prozent). Der Umsatz von Timberland sank um 14 Prozent (währungsbereinigt -17 Prozent), die Marke Dickies konnte hingegen um neun Prozent (währungsbereinigt +7 Prozent) zulegen.

Insgesamt sank der Konzernumsatz im Großhandel um zehn Prozent (währungsbereinigt -12 Prozent). Die Retail-Erlöse gingen um zwei Prozent (währungsbereinigt -4 Prozent) zurück, weil ein Wachstum um 53 Prozent (währungsbereinigt +49 Prozent) im Online-Geschäft nicht ausreichte, um die Umsatzeinbußen in den stationären Stores auszugleichen, die teilweise aufgrund der Pandemie geschlossen blieben.

Von den Auswirkungen der Gesundheitskrise war vor allem die Nachfrage in Amerika betroffen: In den USA ging der Umsatz um elf Prozent zurück, die übrigen amerikanischen Märkten mussten sogar Einbußen um 17 Prozent (währungsbereinigt -16 Prozent) hinnehmen. In der Region EMEA, die Europa, den Nahen Osten und Afrika umfasst, stiegen die Erlöse um ein Prozent (währungsbereinigt -4 Prozent), im asiatisch-pazifischen Raum um sechs Prozent (währungsbereinigt +1 Prozent). Überdurchschnittlich dynamisch entwickelte sich dabei das Geschäft in Großchina (+18 Prozent, währungsbereinigt +11 Prozent).

Der Umsatzrückgang sowie höhere Rabatte und verschiedene Einmalbelastungen belasteten das Ergebnis. So schrumpfte der Nettogewinn gegenüber dem dritten Quartal des Vorjahres um 25,3 Prozent auf 347,2 Millionen US-Dollar (286,8 Millionen Euro). Der Gewinn pro Aktie sank von 1,17 auf 0,89 US-Dollar. Bereinigt um Sondereffekte und die Anteile inzwischen aufgegebener Aktivitäten lag er bei 0,93 US-Dollar.

Nach der Ende Dezember vollzogenen Übernahme des Edel-Streetwearlabels Supreme passte der Konzern seine Jahresprognosen an. Er rechnet für 2020/21 nun mit einem Umsatzrückgang um zwölf bis 13 Prozent auf 9,1 bis 9,2 Milliarden US-Dollar. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn pro Aktie soll etwa 1,30 US-Dollar erreichen, was einen Rückgang um 51 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeuten würde.

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