Bevh: Deutscher Onlinehandel nimmt im zweiten Quartal weiter Fahrt auf

Einzelhandel
Bild: Aygin Kolaei
Von Jan Schroder

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Nicht zuletzt dank guter Geschäfte mit Bekleidung bleibt der Onlinehandel in Deutschland auf Wachstumskurs. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz sogar kräftiger als in den ersten drei Monaten des Jahres. Das geht aus den Ergebnissen einer aktuellen Befragung von Verbraucher:innen hervor, die der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (Bevh) am Montag veröffentlichte.

Demnach belief sich der Gesamtumsatz mit Waren im E-Commerce in den Monaten April bis Juni hierzulande auf knapp 21,1 Milliarden Euro. Das entsprach einer Steigerung um 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Auftaktquartal waren die entsprechenden Erlöse um 3,6 Prozent gewachsen.

Martin Groß-Albenhausen, der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Bevh, zeigte sich mit den aktuellen Zahlen zufrieden. „E-Commerce ist zur wichtigsten Stütze des deutschen Handels in diesem äußerst schwachen Konsumumfeld geworden“, erklärte er in einem Statement. „Ob reine Onlinehändler, Multichannel- Anbieter oder Händler auf Marktplätzen: Alle konnten im zweiten Quartal an diesem Wachstum teilhaben.“

Der E-Commerce-Umsatz mit Bekleidung steigt um 4,7 Prozent

Positiv entwickelten siech die Online-Umsätz mit Bekleidung, die im zweiten Quartal um 4,7 Prozent auf 3,77 Milliarden Euro zulegten. Die entsprechenden Erlöse mit Schuhen erhöhten sich um 3,4 Prozent auf 1,14 Milliarden Euro.

Die kräftigsten Zuwächse erzielten die Kategorien Medikamente (+13,9 Prozent), Drogerieartikel (+11,7 Prozent) und DIY & Blumen (+10,9 Prozent). Damit wandere die „tägliche Versorgung“ zunehmend in den Onlinehandel, erklärte der Bevh in einer Mitteilung.

Asiatische Online-Plattformen wachsen weiterhin überdurchschnittlich

Asiatische Online-Plattformen konnten ihren Marktanteil zuletzt weiter ausbauen und kamen auf 5,3 Prozent des Gesamtumsatzes. Inzwischen entfalle in Deutschland „bereits jeder 20. Euro im Onlinehandel“ auf Anbieter wie Temu, Shein und AliExpress, erläuterte der Verband.

„Spürbar ist die wachsende Dominanz vor allem im Online-Modehandel, in dem asiatische Plattformen inzwischen mehr als 16 Prozent aller Bestellungen auf sich vereinen“, so der Bevh. „Der Umsatzzuwachs der Anbieter aus Asien übertrifft mit mehr als 20 Prozent das Marktwachstum bei Weitem.“

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