Medienbericht: C&A könnte bis zu 100 deutsche Filialen schließen

Der Modefilialist C&A plant anscheinend Einschnitte in Deutschland. Bis zu 100 Läden sollen laut einer Meldung des Manager Magazins auf der Kippe stehen.

Mit dem sogenannten Programm "Turnaround Germany" (TAG) soll C&A seinen wichtigsten Markt derzeit restrukturieren, heißt es in dem Bericht des Magazins, das sich auf Konzernkreise beruft. Zum Programm gehören Verhandlungen um Mietnachlässe. Gewährt der Vermieter nicht die gewünschten Zugeständnisse, wolle das Unternehmen ausziehen, heißt es. Wie viele der deutschen Standorte letztlich geschlossen werden sollen, stehe aber noch nicht fest.

“Wir überprüfen ständig unser Filialnetz und entscheiden auf der Basis von standortabhängigen Marktanalysen über Standortschließungen sowie Modernisierungen und Neueröffnungen”, sagte ein Sprecher des Unternehmens per E-mail. “Die in den Medien genannten Zahlen möglicher Filialschließungen über die nächsten Jahre sind rein spekulativ.” Der Modekonzern betont auch, dass er nicht mit 100 Vermietern in Deutschland im Gespräch um vorteilhaftere Konditionen stehe.

Vier Filialschließungen in Deutschland stehen laut C&A fest

C&A würde außerdem grundsätzlich seine Angestellten als erstes über bevorstehende Schließungen informairen, sobald diese feststehen, sagte der Sprecher. So wurden die Mitarbeiter über die feststehenden Schließungen der Filialen in Dessau, Rottenburg, Witten und Stadthagen bereits informiert.

Vor zwei Jahren wurde bekannt, dass C&A Arbeitsplätze in seinen Europazentralen Vilvoorde und Düsseldorf abbaut. 2017 schloss der Konzern auch 13 seiner 160 französischen Filialen und zog sich aus Russland zurück. Das Manager Magazin berichtet nun auch von einer ergebnislosen Käufersuche der Eigentümerfamilie Brenninkmeijer im vergangenen Jahr.

In Europa betreibt der Modekonzern 1400 Filialen und Deutschland ist der Hauptabsatzmarkt. C&A erwirtschaftete 2018 mit seinen 453 deutschen Standorten einen Umsatz von 2,45 Milliarden Euro, wie die Umsatzrangliste des EHI Retail Instituts zeigt. Damit liegt der Konzern auf dem zweiten Platz der umsatzstärksten stationären Modehändler Deutschlands. Auf Platz Eins kam Konkurrent H&M, Platz Drei belegte Schuhhändler Deichmann.

Anm. der Redaktion: Dieser Beitrag wurde mit einer Stellungnahme von C&A aktualisiert.

Bild: C&A Alexandrium Shopping Center Rotterdam

 

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