EHI will mit „Echtheitscheck" gegen Fakeshops vorgehen

Der deutsche Onlinehandel befindet sich weiterhin auf konstantem Wachstumskurs. Jedes Jahr ist ein Plus von rund zehn Prozent der Top-1000-Onlineshops zu beobachten. Die lukrativen Geschäfte im E-Commerce sind allerdings auch für Kriminelle attraktiv, die mit sogenannten Fakeshops die Verbraucher zu täuschen versuchen. dabei bauen die Betrüger nicht nur eigene, professionell wirkende Online-Shops, sie kopieren auch Shops bekannter Markenhersteller – zum Beispiel von Bekleidung, Elektronik oder Schmuck.

Dabei übernehmen die Kriminellen gerne die grafische Gestaltung, Produktbeschreibungen und Bilder regulärer Anbieter. Die Produkte werden dann meist sehr preiswert angeboten und locken so Schnäppchenjäger an. Offizielle Institutionen wie das Bundesjustizministerium und verschiedene Bundeskriminalämter empfehlen daher, beim Onlineshopping darauf zu achten, dass der Shop mit einem Gütesiegel ausgestattet ist. Allerdings können auch Gütesiegel gefälscht sein. Deshalb geht das EHI Retail Institute nun noch einen Schritt weiter: Zukünftig soll in jedem EHI-Zertifikat eine individuelle Nummer (GTIN, früher EAN genannt) hinterlegt werden, die von der GS1, der Vergabestelle für diese Nummern, zur Verfügung gestellt wird. Bei Aufruf des Zertifikats soll dann automatisch eine Verbindung zu einer Datenbank hergestellt werden, in der jede GTIN hinterlegt ist. „Augenblicklich erhält der Verbraucher den Hinweis, ob die Nummer existiert, das Zertifikat vom EHI ausgestellt wurde und der Shop tatsächlich zertifiziert ist“, so das EHI.

Die einfache Überprüfbarkeit der Echtheit des Zertifikats soll Verbrauchern künftig helfen, seriöse Shops von Fakeshops zu unterscheiden. Gleichzeitig bekommen Onlinehändler laut EHI ein weiteres Instrument an die Hand, sich als vertrauenswürdig auszuzeichnen.

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