Überblick: Wie Textilhändler von Breuninger bis Karstadt wieder ihre Pforten öffnen

Seit Montag dürfen in den meisten deutschen Bundesländern Geschäfte bis zu 800 Quadratmetern wieder öffnen. Auch Textilhändler bringen die Fußgängerzonen wieder zum Leben. Welche Maßnahmen Unternehmen vorgenommen haben, um die Hygienevorschriften zu beachten und wie Kunden in die Läden gelockt werden sollen, hat FashionUnited zusammengefasst.

Viele Textilhändler haben stationäre Geschäfte in allen Teilen Deutschlands. Dadurch, dass die Wiedereröffnung der Geschäfte von den Beschlüssen der Bundesländer abhängig sind, können die Unternehmen keinen allgemeinen Eröffnungstermin kommunizieren.

Breuninger fährt langsam alle stationären Geschäfte hoch

Der Stuttgarter Einzelhändler Breuninger startete am Montag mit den Outlets in Stuttgart und Freiburg; auch der Store Subway by Breuninger in der Mall BreuningerLand Ludwigsburg ist offen. Die Filialen in Erfurt und im Main-Taunus-Zentrum sind teilweise geöffnet, was durch die Regelungen der Bundesländer Thüringen und Hessen möglich ist. Daher bleiben mit Ausnahme der Breuninger Confiserien, die ab Mittwoch wieder öffnen, die anderen Standorte vorerst geschlossen. Daher bietet Breuninger auch einen virtuellen Beratungs-Service von den Flächen.

Überblick: Wie Textilhändler von Breuninger bis Karstadt wieder ihre Pforten öffnen

Foto: Breuninger Confiserie Düsseldorf

Decathlon-Drive-in

Auch der Sportausstatter Decathlon öffnet vorerst nur wenige Geschäfte, da viele größer als aktuell erlaubt sind. Zu diesen Stores zählen die Filialen in Schwetzingen, Offenbach und Böblingen. Informationen über Geschäfte die folgen sollen, will der Einzelhändler auf seiner Website bekannt geben. Außerdem bietet das Unternehmen an ausgewählten Standorten einen Drive-in-Service an: Kunden kaufen die Ware im Onlineshop und können diese dann innerhalb des Abholzeitraums an der jeweiligen Filiale abholen. AKtuell wird diese Option in den folgenden Städten angeboten: Köln, Ludwigshafen, Plochingen, Baden-Baden, Berlin, Wallau, Dortmund, Herne, Mülheim und Hannover.

Überblick: Wie Textilhändler von Breuninger bis Karstadt wieder ihre Pforten öffnen

Foto: Decathlon

Marc Cain möchte Kundinnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern

Das Modeunternehmen aus Bodelshausen im Landkreis Tübingen leitet die Wiedereröffnung mit einer neuen Werbekampagne ein, die den Kundinnen Spaß und Freude vermitteln soll. Unter dem Motto "What made you smile today?” wird die Werbemaßnahme auf der Website und den sozialen Netzwerken geteilt. Weiter Maßnahmen wie Schaufensterbeklebungen, Mailings, Coupon-Rabatt-Aktionen und Newsletter sind angedacht.

In diesem Zusammenhang bewirbt die Marke auch ihre eigenen Mund-Nasen-Masken “Die Mund-Nasen-Maske wird immer mehr zum modischen Begleiter durch den Alltag,” so Marc Cain in einer Mitteilung. Die Masken sind ab Ende April in unterschiedlichen Designs erhältlich und kosten zwischen 24,90 Euro und 29,90 Euro. Ein Teilerlös der Onlineshop-Einnahmen für Masken geht an den Corona-Nothilfefonds des Deutschen Roten Kreuzes. Zusätzlich stattet Marc Cain alle Mitarbeiter, nicht nur die im stationären Einzelhandel, mit einer Maske aus.

75 Prozent der Tchibo-Filialen wieder auf

Seit Montag sind fast 75 Prozent der rund 600 deutschen Tchibo-Shops wieder offen. Die Filialen in Berlin und Brandenburg sollen am Mittwoch, Thüringen am Freitag und in Bayern nächste Woche folgen. Abweichen davon können die Läden in Einkaufszentren, da für diese zusätzliche Regelungen gelten, teilte das Unternehmen am Montag mit.

Überblick: Wie Textilhändler von Breuninger bis Karstadt wieder ihre Pforten öffnen

Foto: Tchibo

Galeria Karstadt Kaufhof öffnet mit verkleinerten Filialen

Seit Dienstag hat auch Galeria Karstadt Kaufhof um die 50 Filialen wieder geöffnet. Auf einer reduzierten Verkaufsfläche soll das gesamte Angebot zur Verfügung stehen. Welche Standorte wieder geöffnet habe, listet das Unternhemen unter galeria.de/filialoeffnungen.html auf.

Deutschland und Österreich: Erste Desigual-Stores in Europa öffnen

Bereits am 14. April hat die spanische Modemarke Desigual ihr erstes Geschäft in Wien wiedereröffnet und vier deutsche Geschäfte in Braunschweig, Dresden, Köln und Stuttgart sollen diese Woche folgen. Bis Mitte Mai sollen weitere 42 Stores in Deutschland wieder öffnen und bis zum 4. Mai sogar alle in Österreich. Mit Zwischensaisonverkäufen und einem zusätzlichen Rabatt von 10 Prozent werden die Kunden wieder willkommen geheißen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Einhaltung der Hygienemaßnahmen

Einer der wichtigsten Punkte zur Wiedereröffnung ist die Einhaltung der Hygienemaßnahmen: Dazu zählt der empfohlene Sicherheitsabstand, den einige Einzelhändler wie Decathlon auf zwei Meter erhöht haben und durch Markierungen gekennzeichnet werden. Deswegen begrenzen Einzelhändler die Kundenanzahl auf ihren Verkaufsflächen, um so den Abstand zu gewährleisten. Außerdem sollen besonders an Ein- und Ausgängen Desinfektionsspender zur Verfügung stehen.

Desigual desinfiziert die Umkleiden nach jeder Anprobe und lässt um den Abstand einzuhalten maximal eine Person pro Kabine zu - die Shoppingbegleitung muss also auch davor warten. Damit diese Maßnahme eingehalten wird, werden die Stores am Eingang kontrolliert. Es gibt allerdings keine allgemeine Kontrollverordnung für Deutschland und daher führt Decathlon diese nur in den jeweiligen Bundesländern ein.

Mit Schutzmasken und Handschuhen werden bislang nur Mitarbeiter ausgestattet, allerdings haben einige Städte und das Bundesland Sachsen bereits eine Tragepflicht eingeführt.

Foto: Decathlon

 

Themenverwandte Nachrichten

WEITERE NACHRICHTEN

 

AKTUELLSTE STELLENANGEBOTE

 

MEISTGELESEN