Verliert der Black Friday seinen Anreiz?

Das Schlussverkaufsereignis Black Friday, das aus den USA stammt und traditionell auf den Freitag bis Montag (Cyber Monday) nach Thanksgiving fällt, könnte im Heimatland USA an Wichtigkeit verlieren und bald nur noch symbolische Bedeutung haben. Dies fand eine Analyse von 2.000 US-amerikanischen Verbrauchern der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) heraus.

Laut PwCs „Holiday Outlook 2019“ sind Verbraucher „über den Black Friday hinweg“ und sehen das Ereignis „eher symbolisch als wichtig“ an. Angesichts eines Einkaufsverhaltens, das verschiedene Kanäle nutzt und zunehmend online absolviert wird, kommt die Black Friday-Müdigkeit wenig überraschend.

Während 2015 noch 59 Prozent der US-Bevölkerung am Black Friday einkauften, sind es vier Jahr später nur noch 36 Prozent, so die Daten von PwC. Darüber hinaus gaben 50 Prozent der Verbraucher an, dass sie ihre Feiertagseinkäufe auf die Woche nach dem Black Friday verschieben wollten. In Deutschland sieht die Situation noch anders aus: Hier wollen sich in diesem Jahr 82 Prozent der Endverbraucher laut einer Umfrage der Black Friday GmbH am Schnäppchentag beteiligen.

Ihre erwarteten Ausgaben liegen jedoch weit unter denen ihrer US-amerikanischen Gegenüber: Während deutscher Verbraucher planen, 300 Euro oder mehr auszugeben, werden von den US-amerikanischen Verbrauchern durchschnittlich 1.284 US-Dollar (rund 1.164 Euros) erwartet. Davon planen diese, 720 US-Dollar (653 Euros) für die Familie auszugeben beziehungsweise 344 US-Dollar (312 Euros) für sich selbst und 123 US-Dollar (112 Euros) für Freunde.

Ein Hauptgrund für den Rückgang der Black Friday-Begeisterung ist eine Zunahme der online getätigten Ausgaben, was die PwC-Umfrage bestätigt: Die Befragten gaben an, sie wollten in diesem Jahr mehr als die Hälfte (54 Prozent) ihrer Einkäufe in der Vorweihnachtszeit online erledigen.

Einzelhändler hoffen deshalb, dass sich der gesamte November positiv entwickeln wird. Von fast der Hälfte der Millennials (24-27 Jahre) wird erwartet, dass sie in dieser Weihnachtszeit mehr ausgeben als im Vorjahr, verglichen mit 33 Prozent der Verbraucher insgesamt. 35 Prozent der Befragten gaben jedoch an, statt einzukaufen Urlaub machen zu wollen.

Foto: Pexels

 

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