Innatex verzeichnet neuen Besucherrekord

Innatex, die Internationale Fachmesse für nachhaltige Textilien, die vom 18. bis 20. Januar in Hofheim-Wallau bei Frankfurt stattfand, verzeichnete mit rund 2.100 Personen so viele Fachbesucher wie noch nie. Auch bei den Ausstellern zeigte sich ein Anstieg: Neben den 300 Labels, die auf der 46. Innatex ausstellten, war die Warteliste so lang wie noch nie.

„Über das allgemein sehr viel größere Interesse an unternehmerischer Sorgfalt, Verantwortung und Nachhaltigkeit nehmen zurzeit einige Themen besonders Fahrt auf. Neben Dauerbrennern wie den sozialen Herausforderungen, beispielsweise Kinderarbeit und Löhne in der Lieferkette, gewinnen Kreislaufwirtschaft und der Klimaschutz stark an Bedeutung“, erklärte Dr. Jürgen Janssen, Leiter des Sekretariats des Bündnisses für nachhaltige Textilien, den Erfolg der Messe in einer Pressemitteilung vom Dienstag.

Veranstalter Muevo begründete den Zuwachs der Messe unter anderem damit, „dass die Innatex eine sehr große Vielfalt für Einkäufer und Interessenten, sowie einen Treffpunkt für fokussiertes Ordern bietet. Das Portfolio der Green-Fashion-Marken reicht von klassischen Naturtextilien über Streetwear und Kinderkleidung bis zu Schuh- und Schmucklabels aus 20 Ländern und für alle Generationen“. Über 20 Prozent der Einkäufer kamen aus dem Ausland.

Zu den Höhepunkten der Messe gehörte die vierteilige Vortragsreihe, zu der der Internationale Verband der Naturtextilien mit Heike Hess und EZ-Scoutin Mandy Piepke eingeladen hatten. Unter dem Titel „Fit fürs internationale Parkett: Nachhaltigkeit in Textil-Lieferketten“ informierten Experten über den Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte, das Textilbündnis, die Allianz für Entwicklung und Klima, Siegelklarheit und den Grünen Knopf.

Zu letzterem informierten Christine Moser, Geschäftsstelle Grüner Knopf, und Marie Falk vom Siegelbewertungsportal Siegelklarheit.de und lieferten Orientierungshilfen. Unter den Innatex-Ausstellern sind aktuell Produkte der Labels Alma & Lovis, Derbe, Engel, Feuervogl, Melawear, Posseimo, Schweikhardt Moden und Vaude mit dem Grünen Knopf ausgezeichnet.

„CO2-Kompensieren ist kein Freifahrtschein für Business as Usual oder Intransparenz“, erklärte Tobias Dorr von der Allianz für Entwicklung und Klima, die daran arbeitet, den Kompensationsmarkt transparenter zu gestalten und Unternehmen mit dem Angebot von Kompensationszertifikaten zusammenzubringen. „Kooperationen mit dem deutschen Mittelstand und Kleinunternehmen finden wir besonders spannend, unter anderem weil sie nicht zum Klimaschutz verpflichtet sind. Wir setzen daher auf Freiwilligkeit.“

Foto: Innatex

 

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