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Die Top 10 der beliebtesten Modemarken 2016

Von Vivian Hendriksz

21. Dez. 2016

Mode

In der heutigen, daten- und zahlengetriebenen Zeit müssen Unternehmen, die eine erfolgreiche und beliebte Modemarke aufbauen und behalten wollen, eine ganz neue Checkliste abarbeiten als früher. Lange vorbei die Zeiten, als eine einfache Werbung in Zeitungen, zusammen mit einer cleveren Celebrity-Kampagne und Mundpropaganda genug waren, um die Bekanntheit einer Marke zu garantieren. Heute müssen Modelabels ihr ‚Social Media Game’ beherrschen, um nicht beim Kunden vom Bildschirm zu verschwinden. Das bedeutet, dass die Marke eine hervorragende Marketingkampagne auf Facebook fahren muss, ein witziges Repertoire an prägnanten Statements für Twitter parat haben sollte und auf Instagram und Pinterest eine beeindruckende Sammlung an visuellen Meisterleistungen hinlegen muss, zusätzlich zu authentischem Content auf Snapchat, versteht sich.

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Aber welche Fashion Brands dominieren den Social Media-Bereich und welche haben dort ihre Schwierigkeiten? FashionUnited verglich letztes Jahr die Beliebtheit aller großen, globalen Modemarken miteinander und errechnete, basierend auf den Followerzahlen bei Instagram, Facebook, Twitter und Pinterest sowie auf den Instagram-Mentions, wer die Top 10 beliebtesten Fashion Brands des Jahres 2015 waren. Im Juni 2016 brachten wir diese auf den neuesten Stand und berechneten Top 10 der beliebtesten Fashion Brands der erste Jahreshälfte 2016. Nun neigt sich das Jahr seinem Ende zu und wir berechnen die Top 10 (eigentlich 11) beliebtesten Modemarken des Jahres 2016.

Top 10 der beliebtesten Modemarken auf den Sozialen Medien, Dezember 2016

Top 10 der beliebtesten Modemarken auf den Sozialen Medien, Juni 2016

Sämtliche der Top Ten-Marken haben in den letzten sechs Monaten an Followern zugelegt, insbesondere an Instagram-Followern. Ein flüchtiger Blick auf die beiden Listen von 2016 zeigt, dass im Dezember 2016 aus den Top 10 eine Top 11 geworden ist, da H&M und Burberry auf dem zehnten Platz einen Gleichstand erzielt haben. Dies kommt überraschend, da Burberry unter seinen Luxuskonkurrenten als die Brand mit der besten Social Media-Strategie gehandelt wird und im Juni noch auf Platz acht lag. Allerdings haben sowohl LVMH als auch Kering intensiv in Social Media-Strategien investiert, was sich an den Marken Dior, Gucci und Louis Vuitton bemerkbar macht, die alle ihre Ränge verteidigen konnten.

Einer der auffälligsten Aufsteiger innerhalb der Top 10 ist Zara. Die spanische Fast-Fashion-Brand stieg von Platz zehn auf Platz acht auf, dank einem Anstieg an Followern bei Instagram und Pinterest. Dabei bleibt der Sportsweargigant Nike der Spitzenreiter bei der Neu-Followergewinnung. Seit Juni 2016 konnte Nike 12,7 Millionen neue Anhänger bei Instagram alleine gewinnen. Adidas bleibt den Amerikanern aber auf den Fersen (wie immer) und legte 12 Millionen Follower nach. Die beiden Sportswearunternehmen sind seit langer Zeit Rivalen und auch wenn Nike weiter vorne liegt, verringert sich der Abstand zwischen den beiden.

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Nikes Mission Statement, „Jedem Athleten der Welt Inspiration und Innovation zu liefern“, liegt der visuellen Social Media Strategie der Brand zugrunde. Nikes Bilder zeigen Läufer auf schneebedeckten Straßen und Surfer bei atemberaubenden Leistungen und inspirieren so die Menschen in ihrem alltäglichen Leben. Nikes Instagram-Feed zeigt beispielsweise eine ausgewogene Balance zwischen alltäglichen Sportlern, Yoga-Lehrern und Läufern und weltbekannten professionellen Athleten, bei den en nicht immer das Gesicht im Zentrum des Bildes steht. Die Bilder beinhalten auch eine Vielzahl an unterschiedlichen Menschen, darunter Frauen und Männer aller Altersgruppen und Herkunft, die es den Followern leichter machen, sich als Teil der Community zu fühlen. Produkte stehen nie im Vordergrund der Bilder. So wird sichergestellt, dass jedes Bild Teil einer größeren Story ist.

Beliebteste Brands auf Instagram, Facebook, Pinterest und Twitter, Dezember 2016

Beliebteste Brands auf Instagram, Facebook, Pinterest und Twitter, Juni 2016

Auf der anderen Seite hat Adidas aus seinem neu entdeckten Fashion-Appeal Kapital schlagen können, der mit dem Comeback klassischer Sneaker zu der Brand-Narrative der Marke beiträgt. Adidas’ neuer Slogan „The Creator Brand“ markiert eine Trendwende in der Strategie von Adidas, die Fitness als Teil der persönlichen kreativen Ausdrucksweise versteht. Dies zeigt sich auch in den Werbekampagnen mit Athletenbotschaftern wie James Harden oder Models wie Karlie Kloss, die die Kunden inspirieren und eine familiäre, zugängliche Atmosphäre schaffen sollen. Zusammen mit dieser neuen Richtung und dem Erfolg, Sport und Mode miteinander zu verschmelzen, ist es kaum überraschend, dass Adidas zu Nike aufschließt.

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Der unangefochtene Meister des Social Media-Buzz ist und bleibt aber die Marke Victoria’s Secret. Der Lingerie-Gigant zog alle Register und lancierte im November anlässlich seiner jährlichen Fashion Show seine bis dato sichtbarste Social Media-Kampagne auf Instagram und Snapchat. Nicht nur wurden dort Bilder und Videos geteilt, auch teilten die ‚Engel’, a.k.a. Models und Insta-It-Girls wie Kendall Jenner, Bella Hadid und Jasmine Tookes Behind-the-Scenes-Snaps und Videos bereits Tage bevor die Show stattfand. So zeigten sich die Models, wie sie in ihre Privatjets Richtung Paris stiegen, die Stadt besichtigten und Pre-Show-Events sowie Proben, die bei den jungen Kunden hervorragend ankamen.

Foto-Credit: Julien M. Hekimian / AFP