McKinsey: Das erwartet die Modebranche 2019

Das neue Jahr rückt immer näher und die Modebranche bereitet sich auf 2019 vor. Was kann sie erwarten? Das Beratungsunternehmen McKinsey hat den Bericht State of Fashion 2019 veröffentlicht und erläutert seine Erwartungen für das kommende Jahr. FashionUnited listet einige Highlights auf.

"Für die Akteure der Modebranche wird 2019 das Jahr des Aufbruchs sein. Diejenigen, die Erfolg haben werden, müssen akzeptieren, dass im neuen Paradigma um sie herum einige der alten Regeln einfach nicht mehr funktionieren", heißt es im Eröffnungswort des Berichts, der in Zusammenarbeit mit dem Fachportal Business of Fashion entstanden ist. "Unabhängig von der Größe des Unternehmens oder des Segments müssen die Akteure flexibel sein, zuerst digital denken und Produkte noch schneller vermarkten können. Sie müssen aktiv zu sozialen Fragen Stellung beziehen, den Forderungen der Verbraucher nach höchster Transparenz und Nachhaltigkeit gerecht werden und vor allem den Mut haben, ihre eigene Identität und die Quellen ihres alten Erfolgs zu " untergraben ", um so Veränderungen herbeizuführen und die neue Generation der Verbraucher zu gewinnen. Der Bericht warnt: "Die Belohnung für diejenigen, die sich anpassen können, wird größer denn je sein, aber auch die Strafe für diejenigen, die dies nicht tun."

Modebranche 2019: Das können Sie laut The State of Fashion 2019 erwarten

Zunächst die wichtigsten Zahlen: Laut dem McKinsey Global Fashion Index, der Teil des Berichts ist, wird der Umsatz der gesamten Modebranche zwischen 3,5 und 4,5 Prozent steigen. Das bedeutet, dass sich das Wachstum des Sektors verlangsamt, 2018 lag der Prozentsatz noch zwischen 4 und 5 Prozent. Die größten Wachstumstreiber sind die neuen Märkte in der Region Asien-Pazifik. Hier wird ein Umsatzanstieg zwischen 6,5 und 7,5 Prozent durch ein stabiles Wachstum erwartet. Dem Bericht zufolge ist Asien ohnehin das größte Wachstumsland, das chinesische Festland wird der erste Markt überhaupt sein, der Amerika als größten Markt der Modebranche übertrifft.

Es wird den Fashion-Insider nicht überraschen, dass Sportbekleidung 2019 den positiven Trend fortsetzt und als Segment das größte Wachstum aufweisen wird. Nach Einschätzung des State of Fashion 2019 Berichts ist Sportswear das Segment mit dem größten Wachstumspotenzial und wird im kommenden Jahr zwischen 6 und 7 Prozent wachsen. Dies ist vor allem auf die hohe Nachfrage der jüngeren Verbraucher zurückzuführen. Das Wachstum bei Bekleidung und Koffern bleibt mit 4 bis 5 bzw. 4,5 und 5,5 Prozent konstant. Letzteres Segment profitiert vor allem vom globalen Wachstum des Tourismus, "das noch keine Anzeichen eines Stillstands zeigt", sagt McKinsey. Die Segmente, die weiter wachsen werden, sind Schuhe (zwischen 2,5 und 3,5 Prozent) sowie Schmuck und Uhren (zwischen 1,5 und 2,5 Prozent).

Die Polarisierung zwischen den Preissegmenten nimmt zu, wobei der Luxusmarkt und das Wertsegment (zwischen Mittelstand und Discountern) die größten Wachstumstreiber sind. Die Luxusindustrie, sowohl das höchste Segment als auch der "erschwingliche Luxus", legen 2019 weiterhin kontinuierlich zwischen 4,5 und 5,5 Prozent zu. Das Segment "Value" zwischen dem mittleren Marktsegment und den Discountern ist laut Bericht das einzige Segment, das ein höheres Wachstum als 2018 aufweist. Das Wachstum dieser Segmente geht zu Lasten der mittelständischen Akteure, so The State of Fashion 2019, eine Entwicklung, die sich in der Modebranche seit einiger Zeit vollzieht.

Modebranche 2019: mindestens 3,5 Prozent Umsatzwachstum, Sportbekleidung ganz vorne

Wie jedes Jahr wird das Jahr 2019 mehrere Herausforderungen mit sich bringen, das erkennen auch die Teilnehmer der State of Fashion Umfrage. Rund 42 Prozent der Befragten erwarten für 2019 ein schlechteres Marktumfeld. Das Hauptproblem ist die Unsicherheit in der Weltwirtschaft. Zweitens nimmt die Konkurrenz durch Online- und Omni-Channel zu. Neue Herausforderungen, die die Teilnehmer befürchten, sind die Geschwindigkeit, mit der sich die Präferenzen der Verbraucher ändern, und die Notwendigkeit, nachhaltiger und transparenter zu sein.

Der Bericht geht auf verschiedene Bereiche der Modebranche ein, erwartet aber vor allem, dass 2019 ein Jahr sein wird, das von Veränderungen bei den Verbrauchern in Verbindung mit Technologie, sozialen Fragen, Vertrauen und möglichen Störungen durch geopolitische und makroökonomische Ereignisse beeinflusst wird. "Nur Marken, die den Zeitgeist widerspiegeln oder den Mut haben, sich neu zu erfinden, werden die Gewinner sein", sagt The State of Fashion 2019.

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