Navabi fordert realitätsnahe Repräsentation von Plus-Size-Frauen in Medien

Rund 50 Prozent aller europäischen Frauen tragen große Größen, aber nur 2 Prozent der in Mode- und Lifestyle-Magazinen abgebildeten Frauen sind Plus-Size-Models. Das heißt also, dass sich mindestens die Hälfte aller Frauen nicht in Frauenzeitschriften wiederfindet. Navabi, der Online-Shop für Premium-Mode ab Größe 42, will dies ändern, und fordert mit seiner gestern gestarteten Kampagen #MorePlusPlease die Modewelt auf, Frauen akkurater abzubilden und anzusprechen.

Der Onlinehändler untersuchte zwölf führende deutsche Mode- und Lifestyle-Magazine (Brigitte, Cosmopolitan, Elle, freundin, Für Sie, Gala, Glamour, Grazia, InStyle, inTouch Style, Madame und Maxi) und stellte fest, dass das Verhältnis von Frauen mit “Model-Größen” zu Plus-Size-Frauen bei der redaktionellen Einbindung 24:1 betrug. In reellen Zahlen entsprach dies nur 47 von insgesamt 2099 abgebildeten Frauen (sowohl redaktionell als auch in Anzeigenmotiven), gerade einmal 2,2 Prozent.

Frauen ab Größe 42 werden von Frauenzeitschriften ignoriert

Die Realität von Frauen sieht also weit anders aus, als die, die ihnen in den Medien vorgegaukelt wird. "Es gibt nicht nur die eine Version von Schönheit und es ist Zeit, dass die Branche genau das reflektiert. Und wir reden hier nicht nur über ein Model in einer Show oder ein Shooting einmal pro Saison in einem Magazin”, kommentierte navabi-Chief Merchant Miriam Lahage.

Wie schlecht es um kurvige Frauen in den Medien bestellt ist, zeigt sich, wenn man sich die 47 Abbildungen genauer anschaut: Sie sind selten großflächig, sondern zeigen das Plus-Size-Model meistens in einem kleinen Bildausschnitt. Zudem werden kurvige Frauen selten in Anzeigenkampagnen verwendet. Selbst bei Vorher-Nachher-Stylingstrecken, die die Chance hätten, Frauen so zu zeigen, wie sie sind, setzen die Magazine lieber auf schlanke Kandidatinnen.

"Es ist eine Frage der Denkweise der Designer, die die Medien prägen und somit Plus-Size-Frauen völlig ausschließen - ob bei Laufstegbildern oder Musterteilen. Beispielsweise wurde nicht ein einziges Model der beiden führenden Plus-Size-Modelagenturen für die London Fashion Week gebucht. Das muss sich ändern. Wir möchten auch Moderedakteure und Stylisten dazu auffordern, die Initiative zu ergreifen und gemeinsam mit den Designern das vorherrschende Bild in der Modewelt zu ändern", erklärt Lahage.

Erst im Dezember hatte sich navabi gegen eine "Fat Shaming"-Aktion zur Wehr gesetzt, die in London grassierte - unter dem Motto "You look great!" wurden Frauen ermutigt, sich so zu nehmen, wie sie sind.

 

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