Wie Primark x Coleen Rooney Textilarbeiter:innen in Bangladesch nützt
Eine hochkarätige Partnerschaft zwischen dem irischen Modehändler Primark und Coleen Rooney ist Berichten der britischen Presse zufolge Millionen wert. Medienpersönlichkeit Rooney, Ehefrau des Fußballers Wayne Rooney, wird das Gesicht einer neuen Athleisure-Kollektion des Discounters. Diese wird als „stilvoll und dennoch praktisch“ beschrieben. Rooney erlebte einen Popularitätsschub, nachdem sie 2024 den zweiten Platz in der Reality-Show „I’m a Celebrity...Get Me Out of Here!“ belegte. Daraufhin folgten Angebote von hochkarätigen Modehäusern. Diese lehnte sie angeblich ab, um mit Primark zusammenzuarbeiten. The Sun zufolge wollte sie die Kollektion für „berufstätige Mütter“ erschwinglich halten. Die Kollektion soll im März in Primark-Filialen erhältlich sein.
Während sich die Medien auf Rooneys Wechsel vom Dschungel von „I’m A Celebrity“ auf Primarks Verkaufsflächen konzentrieren, gehen Brancheninsider:innen davon aus, dass die wahre Wirkung der Zusammenarbeit 8.000 Kilometer entfernt zu spüren sein wird. Bangladesch ist nach China der zweitgrößte Beschaffungsmarkt für Primark und wird nicht nur von einem erhöhten Auftragsvolumen profitieren, sondern auch von den strengen sozialen und ökologischen Vorgaben von „Primark Cares“. Diese Nachhaltigkeitsstrategie des Einzelhandelsunternehmens regelt solche prominenten Kollektionen.
Branchenanalyst:innen merken an, dass eine Markteinführung dieser Größenordnung eine stabile Lieferkette erfordert. Dies bedeutet direkt langfristige Sicherheit für die Fabriken in Bangladesch. Primark hate zuvor die Absicht geäußert, seine Wertschöpfungskette in Bangladesch zu verändern und sich auf hochwertige, diversifizierte Produkte wie die Rooney-Kollektion zu konzentrieren. Durch die Vergabe von Aufträgen mit hohem Volumen und Wert schafft Primark die notwendige finanzielle Rücklage, um es Fabriken zu ermöglichen, in eine bessere Infrastruktur und eine beständigere Beschäftigung für ihre Mitarbeitenden zu investieren.
Stärkung von Frauen entlang der Lieferkette
Der „Rooney-Effekt“ wirkt wie ein Katalysator für die laufenden ethischen Initiativen von Primark. In seinem jüngsten Nachhaltigkeitsbericht hob der Einzelhändler den Ausbau seines Beschwerdemechanismus für Arbeiter:innen, „Tell Us“ hervor, der erstmals in Bangladesch getestet wurde. Für eine Kollektion, die so stark unter öffentlicher Beobachtung steht wie die von Rooney, wird erwartet, dass Primark seine transparentesten und am besten bewerteten Tier-1-Fabriken einsetzt. Dies stellt sicher, dass die Arbeiter:innen, die diese Kleidungsstücke herstellen, von den neuesten Verpflichtungen des Einzelhändlers zu fairer Vergütung sowie Gesundheits- und Sicherheitsprüfungen profitieren.
Darüber hinaus spiegelt der Fokus auf berufstätige Mütter im Marketing der Kollektion Primarks internes Bestreben wider, Frauen in seiner Lieferkette zu stärken. Programme wie ‘Sudokkho' haben bereits Zehntausende von Textilarbeiterinnen in Bangladesch weitergebildet. Sie wurden von einfachen Näharbeiten in technische und Führungspositionen versetzt. Insider:innen der Bangladesh Garment Manufacturers and Exporters Association (BGMEA) haben bereits früher ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit bei diesen Nachhaltigkeitszielen bekundet. Sie sehen solche großen Deals als eine Möglichkeit zu beweisen, dass Fast Fashion sowohl erschwinglich als auch ethisch hergestellt werden kann.
Nachhaltige Beschaffung und langfristige Widerstandsfähigkeit
Die Kollaboration mit Rooney dient auch als Hebel für Primarks Baumwollprojekt. 74 Prozent von Primark-Kleidung werden mittlerweile aus recycelten oder nachhaltig beschafften Materialien hergestellt. Ein erheblicher Teil dieser neuen Kollektion wird wahrscheinlich Baumwolle verwenden, die von den 300.000 Landwirt:innen angebaut wird, die Primark in der Region geschult hat. Für die bangladeschischen Textilarbeiter:innen bedeutet dies die Arbeit mit hochwertigeren, rückverfolgbaren Materialien. Diese entsprechen dem ‚Primark Circular Product Standard‘. Diese Umstellung verringert die Belastung durch aggressive Chemikalien, die oft mit der Verarbeitung minderwertiger Textilien verbunden sind. Dadurch verbessert sich das unmittelbare Arbeitsumfeld in der Fabrik.
Letztendlich stärkt die Partnerschaft die Position Bangladeschs als strategischem Partner für den Discounter. Das Land nähert sich seinem Austritt aus dem Status der am wenigsten entwickelten Länder (LDC) im Jahr 2026. Indem der Einzelhändler ein bekanntes Gesicht mit Produkten unter dem Banner von „Primark Cares“ verbindet, sichert er seine bangladeschischen Arbeitskräfte für die Zukunft ab. Branchenexpert:innen glauben, dass der Nutzen für die Menschen hinter den Kleidungsstücken greifbar sein wird. Dies gilt, solange diese Deals an strenge soziale Wirkungsdaten geknüpft bleiben. Beispiele dafür sind die 35.000 Sehtests für Arbeiter:innen oder die 200-prozentige Gewinnsteigerung bei den Projektlandwirt:innen. Der Nutzen wird so greifbar sein wie die Verkaufszahlen an der Kasse.
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