Salvatore Ferragamo ernennt Paul Andrew zum Kreativchef

Der Vorstand der Salvatore Ferragamo SpA, Muttergesellschaft der Salvatore Ferragamo Group, gab in einer Sitzung gestern die Ernennung von Paul Andrew zum neuen Kreativdirektor der Marke Salvatore Ferragamo bekannt. Diese Ankündigung kam nur zwei Tage bevor das italienische Luxuslabel seine Damenmodenschau für den Herbst 2019 in Mailand vorstellen wird.

„Paul ist der geborene kreative Leiter des Salvatore Ferragamo Hauses, während wir in eine neue Phase der Evolution und des Wachstums eintreten. Ich bin von seiner Vision überzeugt, da wir die komplementären Kräfte unserer Tradition, unser unerschütterliches Engagement für Innovation und italienisches Handwerk und unser unermüdliches Engagement für unsere Kunden kraftvoll verbinden“, kommentierte Ferragamos Geschäftsführerin Micaela Le Divelec Lemmi gegenüber WWD.

Rasanter Aufstieg

Der britische Designer hat einen steilen Aufstieg bei Ferragamo hinter sich, stieß er doch erst im September 2016 zum Unternehmen - zunächst als Leiter für Damenschuhmode - wurde aber bereits ein Jahr später zum Kreativdirektor für Damenmode befördert. In seiner neuen Funktion als Kreativdirektor wird Andrew für sämtliche Designfunktionen verantwortlich sein.

Bevor er zu Salvatore Ferragamo stieß, war Andrew neun Jahre bei Donna Karan beschäftigt, zuletzt als Vizepräsident Design für Schuhe und Accessoires. Er entwirft auch Damenschuhe unter seinem eigenen gleichnamigen Label, das er 2012 gründete. Im Jahr 2014 erhielt Andrew den CFDA/Vogue Fashion Fund Award.

Zusammen mit Guillaume Meilland als Designchef für das Ready-to-Wear-Segment der Männermode und Fulvio Rigoni als Designchef des Ready-to-Wear-Segments der Damenmode war Andrew 2016 als Teil eines neuen Designteams von Salvatore Ferragamo vorgestellt worden.

Umbau der Designabteilung abgeschlossen

Meilland wird seine Rolle als Ready-to-Wear Designdirektor für Männermode beibehalten und ist mit der zusätzlichen Verantwortung des Studio Direktors betraut, der die Entwicklung aller Produktkategorien unter der Leitung des Kreativdirektors koordiniert.

Mit den Ernennungen hatte die Marke im Jahr 2016 ihre Reorganisation der Designabteilung in drei Bereiche vervollständigt, die sich ausgezahlt hat, gilt Salvatore Ferragamo doch wieder als „cool“, nicht zuletzt durch den frischen Wind, den ein Accessoires-Designer wie Andrew hereingebracht hat. Ein Trend übrigens, der auch bei Mulberry, Dior und Valentino zu sehen ist. Jetzt werden sich alle Augen aber erst einmal gespannt auf Mailand richten.

Foto: Paul Andrew / Salvatore Ferragamo
 

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