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Armani auf Erholungskurs: Halbjahresumsatz steigt um 34 Prozent

Von Jan Schroder

26. Juli 2021

Business

Giorgio Armani (Foto: SGP)

Der italienische Modekonzern Armani Group hat im ersten Halbjahr 2021 eine kräftige Erholung erlebt. Am Montag teilte das Unternehmen mit, dass es seinen Umsatz um 34 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigern konnte. Bereinigt um Wechselkursveränderungen verbesserten sich die Erlöse um 38 Prozent. Wachstumsmotor war der eigene Einzelhandel, dessen Umsatz um 59 Prozent zulegte. In China und den USA habe sich die Geschäftsentwicklung bereits seit dem Jahresbeginn deutlich erholt, erklärte der Konzern. Zudem sei es zuletzt auch in Europa wieder aufwärts gegangen.

Gleichzeitig veröffentlichte das Unternehmen seine Resultate für das abgelaufene Geschäftsjahr 2020. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Konzernumsatz demnach um 25 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Nach massiven Einbußen in den ersten sechs Monaten hätten sich die Geschäfte in der zweiten Jahreshälfte erheblich verbessert, heißt es in einer Mitteilung. Die gesamten Markenumsätze einschließlich der Lizenzeinnahmen schrumpften um 21 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro.

Der Umsatzrückgang sei nicht nur den Folgen der Covid-19-Pandemie geschuldet gewesen, sondern auch auf die neue „Less is more“-Strategie des Modehauses zurückzuführen, betonte Giuseppe Marsocci, der Deputy Managing Director & Chief Commercial Officer der Armani Group. So habe das Unternehmen gezielt das Angebot an neuen Kollektionen reduziert.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag im vergangenen Jahr bei 263 Millionen Euro. Der Verlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf 29 Millionen Euro, unter dem Strich stand aber ein positives konsolidiertes Nettoergebnis in Höhe von 90 Millionen Euro.

Im kommenden Jahr will das Unternehmen seine Erholung abschließen: „Das Ziel ist es, im Jahr 2022 zum Vorkrisenniveau zurückzukehren“, betonte Giorgio Armani, der Chairman und CEO des Konzerns. Dann sollen die gesamten Markenumsätze einschließlich der Lizenzeinnahmen wieder mehr als vier Milliarden Euro erreichen und die konsolidierten Erlöse auf über zwei Milliarden Euro gesteigert werden.