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Asket zeigt genaue Umwelteinflüsse von Kleidung auf

Von Simone Preuss

24. Sept. 2020

Business

Nachhaltigere Kleidung ist schön und gut, aber die Tatsache bleibt bestehen, dass jedes Kleidungsstück einen Fußabdruck hat, was den Verbrauch von Wasser und Energie und die Generierung von CO2 angeht. Das schwedische Slow-Fashion-Label Asket hat deshalb mit dem „Impact Receipt“ einen Kassenbon eingeführt, der genau aufschlüsselt, was ein Kleidungsstück die Umwelt kostet. So will das Label erreichen, dass Verbraucher genau überlegen, bevor sie kaufen, und dass sie ihre Kleidung länger tragen.

Das „Impact Receipt“ ist das Ergebnis von zwei Jahren harter Arbeit, in denen Asket jedes Kleidungsstück in einem zweijährigen Life Cycle Assessment vom Schwedischen Forschungsinstitut (RISE) untersuchen und seinen Umwelteinfluss berechnen ließ, nämlich den CO2-Ausstoß, den Wasserverbrauch und die benötigte Energie, um ein bestimmtes Kleidungsstück herzustellen.

„Die Modeindustrie ist eine der ressourcenintensivsten Branchen der Welt, aber derzeit setzen wir keinen Preis für die Umwelt. Mit der Einführung des ‘Impact Receipts’ wollen wir die tatsächlichen Produktionskosten eines Kleidungsstücks aufzeigen und ermutigen nicht nur uns selbst, sondern auch unsere Kunden und die gesamte Branche, über die Umweltverschuldung nachzudenken, die wir verursachen“, erklärt August Bard-Bringéus, Mitbegründer von Asket, in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Die Einführung des Asket Impact Receipts markiert einen weiteren Schritt der Marke in Richtung vollständiger Transparenz, die seit ihrem Start im Jahr 2015 eine komplette Preisaufschlüsselung für jedes Kleidungsstück erstellt und mit Interessenten geteilt. Mit dem Standard für die vollständige Rückverfolgbarkeit wurde 2018 die Rückverfolgbarkeit der Lieferkette aller Produkte vom Rohmaterial bis zum endgültigen Kleidungsstück eingeführt. Mit dem Impact Receipt werden nun die Umweltkosten addiert und ein kompromissloses Verständnis des inhärenten Wertes der Kleidung ermöglicht.

„Wir müssen verstehen, dass wir uns nicht aus dem Problem herauskaufen können, egal wie verlockend das Messaging einer Marke ist - wir müssen die Auswirkungen unseres Handelns anerkennen, weniger einkaufen und unsere Kleidung länger tragen“, fasst Bard-Bringéus zusammen.

Fotos: Asket