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Foto: Gucci Facebook-Page

Aufschwung in Asien und Nordamerika: Kering steigert Quartalsumsatz um 21 Prozent

Von Jan Schroder

21. Apr. 2021

Der französische Luxusgüterkonzern Kering SE hat sich nach dem zurückliegenden Krisenjahr kräftig erholt. Im ersten Quartal 2021 lag der Umsatz nicht nur deutlich über dem entsprechenden Vorjahresniveau, sondern auch über dem Vergleichswert von 2019. Ursächlich seien hohe Zuwächse im asiatisch-pazifischen Raum sowie in Nordamerika gewesen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

In den Monaten Januar bis März belief sich der Konzernumsatz von Kering demnach auf 3,89 Milliarden Euro. Das entsprach einer Steigerung um 21,4 Prozent gegenüber dem bereits von der Covid-19-Pandemie geprägten Vorjahresquartal. Bereinigt um Wechselkursveränderungen wuchsen die Erlöse sogar um 25,8 Prozent. Im Vergleich zum Auftaktquartal 2019 legte der Umsatz währungsbereinigt um 5,5 Prozent zu.

Der E-Commerce-Umsatz ist mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr

Die zur Unternehmensgruppe gehörenden Luxusmarken erzielten ein Umsatzplus von 21,6 Prozent (währungsbereinigt +26,0 Prozent) auf insgesamt knapp 3,73 Milliarden Euro. Ihre Einzelhandelserlöse übertrafen das entsprechende Vorjahresniveau auf vergleichbarer Basis um 31,8 Prozent. Beflügelt wurden sie von deutlichen Steigerungen in der Region Asien-Pazifik (+83 Prozent) und in Nordamerika (+46 Prozent). Die weltweiten Online-Erlöse wurden insgesamt mehr als verdoppelt (+108 Prozent). Im Großhandel wuchs der Umsatz der Luxuslabels währungsbereinigt lediglich um 8,9 Prozent, was nach Angaben von Kering auch der gezielten Verschlankung dieses Vertriebskanals geschuldet war.

Die übrigen Geschäftsbereiche des Konzerns, zu denen die Brillensparte Kering Eyewear gehört, kamen auf einen Umsatz in Höhe von insgesamt 163,1 Millionen Euro, was einer Steigerung um 18,6 Prozent (währungsbereinigt +22,9 Prozent) entsprach.

Auch Gucci startet nach dem Krisenjahr wieder durch

Von den Erholungstendenzen in wichtigen Märkten profitierten alle großen Modelabel des Konzerns. Die Hauptmarke Gucci, die im vergangenen Jahr schwer unter der Krise gelitten hatte, erzielte ein Umsatzplus von 20,2 Prozent (währungsbereinigt +24,6 Prozent) auf 2,17 Milliarden Euro. Auf vergleichbarer Basis wuchsen die Einzelhandelserlöse des Labels im asiatisch-pazifischen Raum um 89 Prozent und in Nordamerika um 46 Prozent.

Beim Modehaus Yves Saint Laurent stiegen die Umsätze um 18,9 Prozent (währungsbereinigt +23,4 Prozent) auf 516,7 Millionen Euro, bei Bottega Veneta um 19,9 Prozent (währungsbereinigt +24,6 Prozent) auf 328,2 Millionen Euro. Die übrigen Konzernmarken kamen zusammen auf 714,3 Millionen Euro und übertrafen das Niveau des Vorjahresquartals damit um 29,1 Prozent (währungsbereinigt +33,1 Prozent). Vor allem die Resultate der Labels Alexander McQueen und Balenciaga seien „herausragend“ gewesen, erklärte Kering.