Burberry: Einzelhandelsumsatz im dritten Quartal leicht gesunken

Der britische Modekonzern Burberry Plc. befindet sich weiter im Umbruch. Mit dem neuen Chefdesigner Riccardo Tisci, der im September seine erste Kollektion für das Traditionshaus auf der London Fashion Week vorstellte, will das Unternehmen an alte Erfolge anknüpfen. Bevor Tiscis Entwürfe in die Läden komme, tritt das Unternehmen aber noch auf der Stelle. Im dritten Quartal, das auch das wichtige Weihnachtsgeschäft umfasste, gingen die Einzelhandelserlöse sogar leicht zurück.

Am Mittwoch teilte der Konzern in einem Zwischenbericht mit, dass der Einzelhandelsumsatz in den 14 Wochen vor dem 29. Dezember 711 Millionen Britische Pfund (813 Millionen Euro) erreicht hatte. Damit verfehlte er das entsprechende Vorjahresniveau um ein Prozent. Bereinigt um Wechselkursveränderungen sanken die Retail-Erlöse um zwei Prozent.

Schuld am leichten Rückgang war nicht zuletzt die Schließung von eigenen Boutiquen. Auf vergleichbarer Fläche wuchs der Einzelhandelsumsatz immerhin um ein Prozent. Nach Angaben des Unternehmens trugen dazu vor allem solide Zuwächse im asiatisch-pazifischen Raum bei. Dank guter Geschäfte auf dem chinesischen Festland seien die Erlöse in der gesamten Region flächenbereinigt um einen mittleren einstelligen Prozentsatz gestiegen. In Europa registrierte Burberry immerhin eine „kleine Verbesserung“ bei der Kauflaune von Touristen, in Amerika ging die Nachfrage hingegen weiter zurück.

CEO Gobbetti hofft auf Riccardo Tiscis Debütkollektion

Trotz der mageren Zahlen im eigenen Einzelhandel hielt der Konzern an seinen Jahresprognosen fest. „Wir führen das Unternehmen derzeit durch ein Übergangsphase zwischen der neuen Markenaussage und Vision für Burberry und der vorigen Kollektion, die noch in den Läden hängt, aber nicht mehr unserer neuen Positionierung entspricht“, erklärte das Modehaus.

Große Hoffnungen setzt CEO Marco Gobbetti daher in Entwicklungen, die sich derzeit noch nicht in Zahlen fassen lassen. Auch in den vergangenen Wochen sei es gelungen, die Aufmerksamkeit für die Marke und ihren jüngsten kreativen Wandel vor allem durch starkes Engagement in den sozialen Medien zu steigern. So wachse nun „die Spannung vor dem Start von Riccardos Debütkollektion“, die ab Ende Februar erhältlich sein wird, erklärte Gobbetti in einer Mitteilung.

Der Konzern setzt aber auch auf operative Umbauten. So will er vor allem in den USA wieder exklusiver werden und die Lieferungen an Einzelhändlern, die nicht dem Luxussegment zuzurechnen sind, weiter einschränken. Gleichzeitig sollen die eigenen Boutiquen aufgefrischt werden. Bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres würden zehn wichtige Flagshipstores umgestaltet, erklärte das Unternehmen.

Foto: Burberry Facebook-Page
 

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