Coach-Mutter Tapestry meldet Jahresverlust von 652 Millionen US-Dollar

Der US-amerikanische Modekonzern Tapestry Inc. hat das Geschäftsjahr 2019/20 mit einem herben Verlust abgeschlossen. Immerhin konnte die Muttergesellschaft der Marken Coach, Kate Spade und Stuart Weitzman im Schlussquartal die Erwartungen übertreffen. Anlässlich der Vorlage des Geschäftsberichts am Donnerstag äußerte Interims-CEO Joanne Crevoiserat die Hoffnung, dass der Umsatz in der zweiten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres wieder wachsen könnte. Voraussetzung sei aber „eine stetige Erholung“ nach dem wirtschaftlichen Einbruch infolge der Covid-19-Pandemie.

Insgesamt belief sich der Konzernumsatz von Tapestry im vergangenen Geschäftsjahr, das am 27. Juni endete, auf 4,96 Milliarden US-Dollar (4,19 Milliarden Euro). Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Rückgang um 17,7 Prozent. Alle drei Marken mussten empfindliche Einbußen hinnehmen: Bei Coach sanken die Erlöse um 17 Prozent auf 3,53 Milliarden US-Dollar, bei Kate Spade um 16 Prozent auf 1,15 Milliarden US-Dollar und bei Stuart Weitzman um 27 Prozent auf 286,2 Millionen US-Dollar.

Hohe Wertberichtigungen, die teilweise auf die Auswirkungen der Corona-Krise zurückgingen, drückten Tapestry tief in die Verlustzone. Nach Angaben des Konzerns beliefen sie sich im abgelaufenen Jahr auf insgesamt 840 Millionen US-Dollar. So stand unter dem Strich ein Nettoverlust in Höhe von 652,1 Millionen US-Dollar (550,3 Millionen Euro). Im vorangegangen Jahr hatte das Unternehmen noch einen Überschuss von 643,4 Millionen US-Dollar erzielt. Bereinigt um Sondereffekte schrumpfte der Nettogewinn um 63,8 Prozent von 748,7 auf 271,2 Millionen US-Dollar.

Im vierten Quartal musste der Konzern einen Umsatzrückgang um 52,8 Prozent auf 714,8 Millionen US-Dollar hinnehmen. Der Nettoverlust lag bei 293,8 Millionen US-Dollar. Insgesamt fielen die Zahlen im Schlussquartal damit besser aus, als die Analysten im Vorfeld erwartet hatten. Gründe dafür waren unter anderem ein Umsatzplus in China und hohe Zuwächse im eigenen Online-Geschäft.

Foto: Coach Facebook-Page

 

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