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Ermenegildo Zegna enthüllt mittelfristige Finanz- und Nachhaltigkeitsstrategie

Von Simone Preuss

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Bild: Ermenegildo Zegna

Der italienische Modekonzern Ermenegildo Zegna NV hat am Dienstag seine mittelfristigen finanziellen Ambitionen und seine ESG-Ziele und -Strategien bekannt gegeben.

Demnach hat sich der Konzern ein mittelfristiges Umsatzziel von mindestens 2 Milliarden Euro und ein bereinigtes Vorsteuerergebnis von mindestens 15 Prozent des Umsatzes gesetzt.

Zu den ESG-Zielen gehört die Rückverfolgbarkeit von Materialien, die Verfolgbarkeit von Klimazielen und die Chancengleichheit bei der Beschäftigung. Diese Verpflichtungen werden vom Vorstand überwacht. Ab diesem Jahr sollen zudem langfristige Aktienbeteiligungspläne, die berechtigten Führungskräften gewährt werden, an die Erreichung dieser Ziele geknüpft werden.

„Ich freue mich sehr darauf, unsere Investor:innen und Finanzanalyst:innen heute bei Oasi Zegna begrüßen zu dürfen. Dieser besondere Ort verkörpert unsere Wurzeln, Werte und Kultur und ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Vergangenheit und Zukunft. Er ist auch die Wiege unseres jahrhundertelangen Engagements für die Natur um uns herum, für unsere Mitarbeiter:innen und für unsere Gemeinden. Die heute bekannt gegebenen ESG-Ziele bekräftigen unser Engagement für einen Weg des verantwortungsvollen Wachstums und führen uns mutig in die Zukunft. Wir haben unsere finanziellen Ziele in unseren Werten verankert, was mich zuversichtlich stimmt, dass wir die in unserer Geschäftsstrategie dargelegten Ziele erreichen können“, sagte Vorstand und CEO des Konzerns Ermenegildo Zegna in einer Mittelung.

ESG-Ziele

Konkret wird die Gruppe noch in diesem Jahr die Einreichung von Zielen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen im Einklang mit der „Science-Based Targets“-Initiative abschließen. Bis Anfang 2023 wird sie eine:n Diversity, Equity und Inklusionsbeauftragte:n (DE&I) ernennen, um die Umsetzung der DE&I-Strategie zu steuern.

Bis 2024 will die Gruppe eine innovative und offene digitale Plattform nutzen, die es zuliefernden Betrieben ermöglicht, ihre Daten zu Energiequellen, Wasser, Chemikalien und Emissionen sowie Produktzertifizierungen weiterzugeben, die mindestens 30 Prozent ihres Liefervolumens abdecken.

Bis 2024 will die Gruppe zudem 100 Prozent ihres Stroms in Europa und den USA aus erneuerbaren Quellen beziehen, und bis 2027 soll dies auf alle Standorte ausgeweitet werden (Scope 2).

Bis 2026 sollen mehr als 50 Prozent der in den Produkten der Zegna-Gruppe verwendeten Rohstoffe der obersten Priorität bis zu ihrem Ursprungsort zurückverfolgt werden können, bis 2030 sogar mehr als 95 Prozent.

Ab nächstem Jahr wird der Konzern in jeder Stadt, in der er Zegna-Boutiquen eröffnet oder verlegt, 10.000 Bäume pflanzen, sogenannte Zegna-Miniwälder (Oasi Zegna).

Finanzstrategie

Mittelfristig geht der Konzern davon aus, dass die Steigerung der Produktivität in den Geschäften und die anhaltend positive Entwicklung des Preis-/Angebots-Verhältnisses die Haupttreiber des Umsatzes sein werden, was sich zusammen mit einer günstigen operativen Hebelwirkung positiv auf die Rentabilität auswirken wird.

Diese Verbesserungen sollten die verstärkten Marketinginvestitionen mehr als ausgleichen, die zusammen mit den Investitionsausgaben, die derzeit etwa 5 Prozent des Konzernumsatzes ausmachen, zur Unterstützung des Rebrandings von Zegna und der allgemeinen Wachstumsstrategie geplant sind, so der Konzern.

Ermenegildo Zegna konnte im Geschäftsjahr 2021 seine Erwartungen übertreffen und seinen Umsatz um 27 Prozent steigern. Auch für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres meldete der Konzern, der erste im Dezember 2021 seinen im Sommer angekündigen Börsengang vollzogen hatte, einen guten Start.

Ermenegildo Zegna