JD Sports: Wettbewerbshüter untersagen Übernahme von Footasylum

Bereits im März 2019 hatte der britische Handelskonzern JD Sports Fashion Plc die Übernahme des Konkurrenten Footasylum Ltd. angekündigt. Es folgte ein langes Ringen mit der Kontrollbehörde Competition and Markets Authority (CMA), die Nachteile für die Kunden infolge des Zusammenschlusses befürchtete. In ihrem abschließenden Prüfbericht untersagten die Wettbewerbshüter nun die inzwischen vollzogene Übernahme und ordnete den Verkauf der Handelskette an. JD Sports kritisierte die Entscheidung am Mittwoch scharf und kündigte an, einen Einspruch gegen den Beschluss bei der zuständigen Schiedsstelle Competition Appeal Tribunal „sorgfältig zu prüfen“.

„Wir sind mit der Entscheidung der CMA absolut nicht einverstanden“, erklärte Peter Cowgill, der Executive Chairman von JD Sports, in einer Mitteilung. Sie basiere auf „einer mangelhaften und veralteten Analyse der Wettbewerbslandschaft im britischen Sportartikelhandel“ sowie „überholten und fehlerhaften Verbraucherstudien“. Seit dem Beginn der Prüfung durch die CMA vor einem Jahr habe sich die Wettbewerbssituation völlig verändert, so Cowgill. Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie hätten den Wandel zusätzlich beschleunigt und beispielsweise die Bedeutung des Onlinegeschäfts weiter erhöht. „Mitten in einer globalen Pandemie und angesichts des völligen Lockdowns der Einkaufsstraßen in Großbritannien ist die endgültige Entscheidung der CMA umso absurder“, so der Konzernchef.

Cowgill warf der Behörde zudem vor, von den „eigennützigen Aussagen eines notorisch lautstarken Konkurrenten“ beeinflusst worden zu sein. Gemeint ist der britische Unternehmen Mike Ashley. Der Eigentümer der Handelskette Sports Direct hatte die Footasylum-Übernahme durch JD Sports öffentlich mehrfach scharf kritisiert.

Foto: JD Sports

 

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