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Mister Spex verringert Jahresverlust um 67 Prozent

Der Berliner Brillenhändler Mister Spex SE hat im Geschäftsjahr 2025 kräftige Fortschritte beim Ergebnis gemacht. Dank umfangreicher Reformen konnte die Optikerkette ihren Verlust wie erwartet deutlich verringern. Bereits Anfang Februar hatte das Unternehmen allerdings mitgeteilt, dass der Jahresumsatz erheblich zurückgegangen war.

Laut dem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht lag der Umsatz im vergangenen Jahr bei 181,5 Millionen Euro. Das entsprach einem Minus von 16 Prozent im Vergleich zu 2024. „Der Rückgang resultiert aus bewussten strategischen Entscheidungen, insbesondere aus konsequenter Preisdisziplin sowie dem Ausstieg aus unprofitablen internationalen Online-Märkten, um die Umsatzqualität zu erhöhen“, erläuterte das Unternehmen in einer Mitteilung.

Die Effekte des Reformpakets „SpexFocus“ führten allerdings zu einer kräftigen Verbesserung der Rentabilität. So konnte das Unternehmen die Bruttomarge, die im Vorjahr bei 49,8 Prozent gelegen hatte, auf 55,6 Prozent steigern und gleichzeitig die Betriebskosten erheblich senken.

Der Verlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) verringerte sich daher gegenüber 2024 um 69 Prozent auf 26,3 Millionen Euro. Der Nettofehlbetrag sank um 67 Prozent auf 28,2 Millionen Euro.

Die Optikerkette kündigt eine „neue Entwicklungsphase“ an

CEO Tobias Krauss gab einen Ausblick auf die nächsten Schritte des Unternehmens. „Mit dem Abschluss von SpexFocus haben wir das Fundament für eine neue Entwicklungsphase gelegt. Unser Ziel ist es, Mister Spex schrittweise zu einer hochskalierbaren Organisation zu entwickeln“, erklärte er in einem Statement. „Durch die intelligente Verknüpfung unserer Vertriebskanäle, den verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz sowie eine agile Ausrichtung unserer operativen Strukturen schaffen wir die Basis, um künftiges Wachstum effizienter und zunehmend unabhängig von fixen Ressourcen zu realisieren.“

Nach der „erfolgreichen Stabilisierung“ will sich Mister Spex nun „auf eine mehrjährige Phase der Modernisierung seiner Infrastruktur“ konzentrieren. Ein wesentlicher Schwerpunkt liege dabei „auf der Implementierung integrierter E-Commerce- und Retail-Systeme, um ein nahtloses Kundenerlebnis über alle Kanäle hinweg zu ermöglichen“, teilte das Unternehmen mit. Darüber hinaus strebe es „die schrittweise Erneuerung zentraler Steuerungssysteme“ sowie „die Optimierung der operativen Effizienz“ an.

Für 2026 erwartet das Management nun eine Umsatzentwicklung zwischen null und -10 Prozent. Die um Sondereffekte bereinigte EBITDA-Marge wird demnach „voraussichtlich zwischen Break-even und einem mittleren einstelligen Prozentbereich liegen“.

Das Unternehmen will zudem nach eigenen Angaben „eine Segment-Struktur mit zwei Geschäftseinheiten einführen, jeweils mit eigener Ergebnisverantwortung für das Online- und Offline-Geschäft“. Ziel dieser Maßnahme sei es, „die Transparenz zu erhöhen, die Umsetzungsdisziplin zu stärken und die Kapitaleffizienz zu verbessern.“

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