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Mytheresa setzt Höhenflug fort und hebt Jahresprognosen an

Von Jan Schroder

18. Mai 2021

Business

Der Münchener Luxusmodehändler Mytheresa hat auch im dritten Quartal 2020/21 vom anhaltenden Online-Boom profitiert. Das geht aus einem Zwischenbericht hervor, den die Muttergesellschaft MYT Netherlands Parent BV am Dienstag veröffentlichte. Angesichts der unerwartet starken Zahlen hob der E-Commerce-Spezialist seine Jahresprognosen an.

Im dritten Quartal, das Ende März abgeschlossen wurde, erwirtschaftete Mytheresa einen Umsatz in Höhe von 164,8 Millionen Euro, was einer Steigerung um 47,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprach. Besonders dynamisch entwickelten sich die Geschäfte in den USA, wo die Erlöse um 75,8 Prozent zulegten.

Fortschritte machte das Unternehmen auch beim operativen Gewinn: Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sprang von 3,1 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf nunmehr 11,1 Millionen Euro. Weil Einmalausgaben im Rahmen des Börsengangs für eine Ergebnisbelastung in Höhe von knapp sechzig Millionen Euro sorgten, musste der Modehändler einen Nettoverlust von 50,0 Millionen Euro ausweisen. Abzüglich aller Sondereffekte erzielte Mytheresa einen Quartalsüberschuss in Höhe von 4,5 Millionen Euro, nachdem im dritten Quartal des vergangenen Jahres noch ein um Einmalfaktoren bereinigter Fehlbetrag von 0,1 Millionen Euro verbucht worden war.

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres lag der Umsatz bei 449,7 Millionen Euro und damit um 36,2 Prozent über dem entsprechenden Vorjahresniveau. Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA stieg von 20,3 auf 43,7 Millionen Euro (+114,9 Prozent). Aufgrund der hohen Einmalbelastungen wuchs der ausgewiesene Nettoverlust von 4,7 auf 24,6 Millionen Euro.

Nachdem die Resultate im dritten Quartal die Erwartungen übertroffen hatten, hob das Unternehmen seine Prognosen für das Gesamtjahr an: Es rechnet nun mit einem Umsatzwachstum um 33 bis 35 Prozent auf 600 bis 605 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA soll 55 bis 59 Millionen Euro erreichen.

Foto: Mytheresa