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Nach starkem Quartal: Hugo Boss hebt Jahresprognosen an

Von Jan Schroder

15. Okt. 2021

Business

Zielgruppe Gen-Z: die neue Boss x Russell Athletic-Kapselkollektion (Foto: Hugo Boss)

Der Metzinger Modekonzern Hugo Boss AG geht mit gesteigertem Optimismus in die verbleibenden Monate des Geschäftsjahres 2021. Der Grund sind überraschend kräftige Zuwächse beim Umsatz und Gewinn im dritten Quartal, für das der Bekleidungsanbieter am Donnerstagabend vorläufige Zahlen vorlegte. In den Monaten Juli bis September habe der Konzern „erstmalig wieder seinen Umsatz sowie das Ergebnis im Vergleich zum Vor-Pandemieniveau steigern können“, erklärte Hugo Boss in einer Mitteilung.

Den vorliegenden Resultaten zufolge lag der Umsatz im dritten Quartal bei 755 Millionen Euro und damit um 42 Prozent über dem entsprechenden Vorjahresniveau. Bereinigt um Wechselkursveränderungen stiegen die Erlöse um 40 Prozent. Im Vergleich zum dritten Quartal 2019 sei der Umsatz damit währungsbereinigt um sieben Prozent verbessert worden, erklärte das Unternehmen.

Kräftige Zuwächse in Europa und Amerika beflügeln die Umsatzentwicklung

Gegenüber dem Vorjahreszeitraum erzielte Hugo Boss in Europa (währungsbereinigt +38 Prozent) und Amerika (währungsbereinigt +94 Prozent) kräftige Zuwächse. In beiden Regionen lagen die Umsätze damit deutlich über dem vergleichbaren Vorkrisenniveau.

Im asiatisch-pazifischen Raum machten dem Unternehmen aber erneut „pandemiebedingte Einschränkungen einschließlich vorübergehender Storeschließungen in vielen wichtigen Märkten“ zu schaffen. Demzufolge lagen die dortigen Umsätze währungsbereinigt um ein Prozent unter dem Vorjahresniveau und um 14 Prozent unter dem Vergleichswert von 2019.

Für 2021 wird nun ein währungsbereinigtes Wachstum um mindestens 40 Prozent erwartet

Auch beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) machte der Konzern deutliche Fortschritte: Im abgelaufenen Quartal erreichte der Betriebsgewinn den vorliegenden Zahlen zufolge eine Höhe von 85 Millionen Euro, nachdem er im Vorjahreszeitraum lediglich 15 Millionen Euro erreicht hatte. Als Gründe für den kräftigen Anstieg nannte das Unternehmen „die starke Umsatzentwicklung sowie einen weiter optimierten Einsatz der Betriebsausgaben, allen voran im eigenen Einzelhandel“. Gegenüber dem dritten Quartal 2019 wurde das operative Ergebnis damit um drei Prozent gesteigert.

Die erfreuliche Entwicklung in den vergangenen Monaten veranlasste das Management, die Jahresprognosen deutlich anzuheben. Beim Umsatz rechnet es jetzt mit einem währungsbereinigten Wachstum um mindestens 40 Prozent gegenüber 2020, nachdem zuvor lediglich ein Plus von 30 bis 35 Prozent erwartet worden war. Den Zielkorridor für das EBIT hob das Unternehmen von bislang 125 bis 175 Millionen Euro auf nun 175 bis 200 Millionen Euro an. Die vollständigen Zahlen für das dritte Quartal will der Konzern am 4. November vorlegen.