Obwohl es unverkaufte Produkte verbrannte, landete Burberry im Dow Jones’ Sustainability Index

Das britische Modehaus Burberry wurde trotz der Tatsache, dass es unverkaufte Waren verbrannt hatte, um sein Image der Exklusivität zu wahren, zum vierten Mal in Folge in den Dow Jones' Sustainability Index in der Kategorie "Textiles, Apparel & Luxury Goods" aufgenommen. Der Index soll Investoren helfen, die Nachhaltigkeitspraktiken bei ihren Anlageentscheidungen berücksichtigen wollen.

Gemäß dem jüngsten Jahresbericht von Burberry wurden im Jahr 2017 Waren im Wert von 28,6 Millionen Pfund (32,3 Millionen Euro) vernichtet, um Preisreduzierungen zu vermeiden. Seit 2014, als die Kosten für die von der britischen Marke verbrannten Produkte "nur" 11 Millionen Pfund (12,4 Millionen Euro) betrugen, hat sich damit die Menge der vernichteten Waren fast verdreifacht. Nachdem das Unternehmen von den Medien heftig kritisiert wurde, verpflichtete es sich Anfang dieses Monats, die Zerstörung unverkäuflicher Produkte mit sofortiger Wirkung einzustellen. Darüber hinaus kündigte die für ihre Trenchcoats bekannte Marke an, dass ihre zukünftigen Kollektionen kein Fell mehr enthalten werden.

Burberry führende Luxusmodemarke im Dow Jones' 2018 Sustainability Index

Aber diese jüngsten Zusagen sind nicht der Grund, warum Burberry im Dow Jones Nachhaltigkeitsindex aufgenommen wurde. Laut einer am 14. September von Burberry veröffentlichten Erklärung ist die Aufnahme in das Ranking eine Anerkennung für andere Nachhaltigkeitsbemühungen, wie z.B. die Partnerschaft mit dem nachhaltigen Luxusunternehmen Elvis & Kresse, um 120 Tonnen Lederreste in neue Produkte umzuwandeln, oder die Beschaffung von 48 Prozent seiner gesamten Energie aus erneuerbaren Ressourcen - "eine Steigerung von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr", wie das Unternehmen mitteilte.

Foto: Burberry HW18, Quelle Burberry Website