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Otto Group steigert Jahresumsatz und Ergebnis – und erwartet weiteres Wachstum

Von Jan Schroder

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Der Hamburger Handels- und Dienstleistungskonzern Otto Group hat das Geschäftsjahr 2020/21 wie erwartet mit kräftigen Zuwächsen beim Umsatz und Ergebnis abgeschlossen und geht zuversichtlich in die kommenden Monate. Nachdem die Unternehmensgruppe im Laufe der vergangenen Wochen bereits die zumeist erfreulichen Resultate einzelner Teilgesellschaften und Geschäftsbereiche veröffentlicht hatte, legte sie am Mittwoch im Rahmen ihrer Bilanzpressekonferenz auch die Jahreszahlen für den Gesamtkonzern vor.

Demnach belief sich der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr, das am 28. Februar endete, auf 15,6 Milliarden Euro. Auf vergleichbarer Basis – also bereinigt um Währungseffekte und Veränderungen im Konzernportfolio – entsprach das einem Wachstum um 17,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Dabei profitierte der Konzern vom Boom des Onlinegeschäfts während der Covid-19-Pandemie: Die weltweiten E-Commerce-Erlöse stiegen auf vergleichbarer Basis um 25,6 Prozent auf 9,9 Milliarden Euro. Auf den deutschen Heimatmarkt entfielen davon 7,0 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahr wuchs der Online-Umsatz hierzulande damit um 24,1 Prozent.

Der Jahresüberschuss wurde mehr als vervierfacht

Auch beim Ergebnis ging es kräftig aufwärts: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag mit 688 Millionen Euro um 59 Prozent über dem Vorjahresniveau. Anteilsverkäufe trugen maßgeblich dazu bei, dass der Nettogewinn sogar von 214 auf 971 Millionen Euro sprang.

Vorstandschef Alexander Birken zeigte sich mit den Resultaten entsprechend zufrieden: „Wir sind ein wenig stolz und dankbar, dass wir dieses schwierige Jahr gemeinsam so hervorragend gemeistert haben, sicher auch mit Rückenwind. Aber diesen konnten wir nur nutzen, weil wir gut gerüstet waren und schnell gehandelt haben, um die sich uns bietenden Chancen zu ergreifen“, erklärte er und hob die Erfolge der Konzernstrategie hervor: „Es hat sich gezeigt, dass kundenrelevante Technologie, große Angebotsvielfalt und persönliche Services essenzielle Assets im Wettbewerb sind“, so Birken. Der Vorstandsvorsitzende mahnte aber auch, dass „wir weiterhin in einer bewegten Zeit leben und Unwägbarkeiten mit hoher Flexibilität und einer klaren Strategie beantworten müssen“.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern mit einem „ordentlichen Umsatzzuwachs“

Trotzdem blickt der Konzern insgesamt optimistisch auf die kommenden Monate: Das Unternehmen erwartet nach eigenen Angaben „ein gutes Geschäftsjahr 2021/22 mit einem ordentlichen Umsatzzuwachs und einem operativen Ergebnis auf Vorjahresniveau“.

Dabei rechnet die Otto Group damit, dass sich „das Wachstum im E-Commerce weiterhin sehr dynamisch entwickeln wird“, und erwartet „vor allem im Textilbereich steigende Umsätze“. Der Start ins laufende Jahr scheint jedenfalls geglückt: In den ersten Monaten habe sich „eine umsatz- und ergebnisseitig weiterhin positive Entwicklung des Konzerns“ gezeigt, erklärte das Unternehmen.

Die Otto Group arbeitet an der Entwicklung eines eigenen Payment-Dienstleisters und erwägt Zukäufe

Entsprechend ambitioniert sind die Zielstellungen der Unternehmensgruppe. „Der Umsatz soll mittelfristig deutlich stärker steigen als im Schnitt der Vor-Corona-Jahre, die Ertragskraft soll weiter erhöht werden und das Investitionsvolumen soll bei weiterhin solider Bonität weiter steigen“!, heißt es in einer Mitteilung. Unterstützen will der Konzern die Wachstumspläne durch weitere Investitionen in die Logistik- und IT-Kapazitäten sowie die Serviceangebote: So seien bereits „erste Investitionen in den Aufbau eines eigenen Payment-Dienstleisters getätigt“ worden. Darüber hinaus erwägt die Otto Group auch Zukäufe: „Chancen durch anorganisches Wachstum werden künftig, über Opportunitäten im Bereich Mergers & Acquisitions, stärker ins Zentrum rücken“, teilte das Unternehmen mit.

Foto: ©Otto Group
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