OVS: Integration von Charles Vögele verläuft „reibungslos“

Die Übernahme des schweizerischen Bekleidungsfilialisten Charles Vögele hat den Umsatz des italienischen Handelskonzerns OVS SpA bereits in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2017/18 beflügelt. Noch ist der Integrationsprozess aber in vollem Gange: In den kommenden Monaten soll die Umwandlung aller Charles-Vögele-Filialen in der Schweiz in OVS-Shops abgeschlossen werden. Bislang verlaufe die Transformation „reibungslos“, erklärte CEO Stefano Beraldo. Die entsprechenden Resultate seien „weitgehend positiv“. Im vergangenen Winter hatte das italienische Konsortium Sempione Retail, das OVS zusammen mit Finanzinvestoren gebildet hatte, den schweizerischen Einzelhändler übernommen.

Hauptziel der Übernahme war, die Filialen von Charles Vögele in wichtigen Märkten in das Netzwerk von OVS zu integrieren und damit die Präsenz des Fast-Fashion-Anbieters im Ausland entscheidend zu stärken. So verschwindet der Name Charles Vögele nun Schritt für Schritt. Vollständig vollzogen sei die Umstellung bereits in Slowenien, teilte OVS mit. In der Schweiz läuft sie auf vollen Touren: Dort wurden seit der zweiten Juli-Hälfte bereits 75 Shops zu OVS-Filialen. Die komplette Umstellung soll Anfang 2018 abgeschlossen werden.

Die Übernahme von Charles Vögele trug maßgeblich zum deutlichen Umsatzplus im ersten Halbjahr bei

An den aktuellen Halbjahreszahlen, die OVS in dieser Woche veröffentlichte, sind erste Effekte der Übernahme bereits ablesbar. Insgesamt belief sich der Umsatz des Konzerns, zu dem neben dem Konzept OVS auch der Filialist Upim gehört, in den Monaten Februar bis Juli auf 697,1 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutete das eine Steigerung um 8,9 Prozent. Neueröffnungen bei den bestehenden Konzepten trugen nach Angaben des Konzerns 4.1 Prozentpunkte zum Wachstum bei, der Rest der Steigerung (+4,8 Prozent) resultierte aus der Charles-Vögele-Übernahme. Die Umsätze in den schon länger als ein Jahre bestehenden OVS- und Upim-Filialen blieben unverändert.

Effizienzsteigerungen in der Lieferkette, niedrigere Preisnachlässe und Optimierungsmaßnahmen bei den Filialstandorten ließen das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kräftig steigen: Gegenüber dem Vorjahreszeitraum wuchs es um 9,4 Prozent auf 82,1 Millionen Euro. Konzernchef Beraldo verwies darauf, dass sich im Rahmen der Charles-Vögele-Transaktion vereinbarte Einnahmen erst in der zweiten Jahreshälfte positiv auf das Ergebnis auswirken würden. Der um Sondereffekte bereinigte Nettogewinn stieg um 24,7 Prozent auf 38,4 Millionen Euro.

Aufgrund von Einmalbelastungen musste der Konzern allerdings einen Halbjahresverlust von 15,9 Millionen Euro ausweisen. Das lag vor allem an einer Neubewertung von zukünftigen Warenlieferungen, die durch Wechselkursveränderungen zwischen dem Euro und dem US-Dollar notwendig geworden war. Im Vorjahr hatte OVS im gleichen Zeitraum einen Überschuss in Höhe von 18,0 Millionen Euro erzielt.

Foto: OVS Facebook-Page
 

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