Strenge Schutzmaßnahmen und Testprogramm: Prada produziert wieder in Italien

Nach wochenlangen Schließungen wegen der Covid-19-Pandemie hat der italienische Luxusmodekonzern Prada SpA seine Produktion in der Heimat wieder aufgenommen. In zahlreichen Fertigungsstätten und Ateliers werde inzwischen wieder gearbeitet, erklärte das Unternehmen am Donnerstag. Um die Sicherheit der Angestellten zu gewährleisten, wurden strenge Schutzmaßnahmen und umfangreiche Gesundheitstests eingeführt.

Nach der Lockerung der Wirtschaftsbeschränkungen in Italien seien bereits ab dem 20. April die Produktionsstätten in der Toskana wieder teilweise in Betrieb genommen worden, erklärte Prada. Es folgten die Fabriken in den Regionen Umbrien, Marken und Venetien und schließlich die Ateliers am Firmensitz in Mailand. In diesen Einrichtungen werden nach Angaben des Unternehmens Prototypen und Musterstücke für die neuen Kollektionen gefertigt.

Alle Mitarbeiter würden mit Schutzkleidung und Desinfektionsmitteln ausgestattet, erklärte das Modehaus. Zudem startete es ein umfangreiches Testprogramm in Zusammenarbeit mit dem Careggi-Krankenhaus in Florenz. Monatlich sollen nun alle eingesetzten Angestellten in den toskanischen Fabriken vor Ort auf Covid-19-Antikörper getestet werden. Bei einem positiven Ergebnis würden weitere Untersuchungen durchgeführt, erklärte das Unternehmen. Dabei sollen auch Familienmitglieder der Betroffenen einbezogen werden.

Das Programm soll nun schrittweise auf alle italienischen Fertigungsstätten ausgeweitet werden. Prada trägt dabei die vollen Kosten des „anspruchsvollen Diagnoseverfahrens“. In der Anfangsphase werden nach Angaben des Modehauses etwa 1.000 Tests pro Woche durchgeführt. Die Zahl werde aber „erheblich steigen, sobald die Produktion in vollem Umfang wieder aufgenommen wird“, erklärte das Unternehmen.

Foto: Prada Facebook-Page

 

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