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Tapestry überrascht mit starken Quartalszahlen

Der US-amerikanische Modekonzern Tapestry Inc. hat am Dienstag unerwartet gute Resultate für das zweite Quartal 2017/18 vorgelegt. Das lag nicht nur am im vergangenen Sommer übernommenen Modelabel Kate Spade, sondern auch daran, dass die lange schwächelnde Kernmarke Coach auf den Wachstumskurs zurückkehrte. Die Anleger goutierten die Zahlen: Der Aktienkurs stieg im Laufe des Tages um fast acht Prozent.

In den Monaten Oktober bis Dezember erwirtschaftete Tapestry einen Nettoumsatz in Höhe von 1,79 Milliarden US-Dollar (1,44 Milliarden Euro). Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutete das eine Steigerung um 35 Prozent. Hauptgrund für das deutliche Wachstum war die Konsolidierung der Erlöse von Neuzugang Kate Spade: Die Marke steuerte 435 Millionen US-Dollar bei. Aber auch die beiden anderen Labels des Konzerns konnten zulegen. Coach steigerte seinen Umsatz um zwei Prozent auf 1,23 Milliarden US-Dollar, Stuart Weitzman legte ebenfalls um zwei Prozent zu und kam auf 121 Millionen US-Dollar.

Auch beim operativen Gewinn ging es mächtig aufwärts: Er stieg um 25 Prozent auf 346 Millionen US-Dollar. Bereinigt um Sondereffekte wuchs er sogar um vierzig Prozent auf 411 Millionen US-Dollar. Der Quartalsüberschuss schrumpfte allerdings deutlich. Nach 200 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum erreichte er nun nur noch 63 Millionen US-Dollar (51 Millionen Euro). Das lag allerdings ausschließlich an negativen Sondereffekten: Neben Ausgaben für Restrukturierungsmaßnahmen und die Integration von Kate Spade waren vor allem hohe einmalige Belastungen infolge der Steuerreform in den USA für den Einbruch verantwortlich. Bereinigt um alle Sondereffekte stieg der Nettogewinn im Jahresvergleich von 211 auf 306 Millionen US-Dollar.

Foto: Coach Facebook-Page