ThredUp will mit neuer Finanzspritze den Resale-Markt anführen

Das US-amerikanische Mode-Resale-Unternehmen ThredUp hat eine Finanzspritze von 175 Millionen US-Dollar (158 Millionen Euro) erhalten, die es nutzen will "eine neue Welle von Wachstum und Plattformerweiterung loszutreten".

Mit der neuen Finanzierung startet ThredUp eine Plattform namens RAAS (Resale-As-A-Service), die Dienstleistungen für Einzelhändler zum Kauf und Verkauf von gebrauchter Kleidung anbietet. Der Service der Plattform beinhaltet, dass Einzelhändler ThredUp-Produkte in ihre Geschäfte oder Websites integrieren können, und ermöglicht es ihnen, ihren Kunden "Clean Out Kits" anzubieten, damit diese alte Kleidung an ThredUp senden und Guthaben für den Kauf neuer Kleidung verdienen können.

Zusätzlich ermöglicht die Finanzierung es dem Unternehmen seine Infrastruktur durch den Bau eines neuen automatisierten Distributionszentrums zu erweitern und die Umweltverschmutzung zu reduzieren. Die Finanzspritze hilft auch das Wachstum des Kerngeschäfts zu unterstützen, das aus "try-before-you-buy" Goodie-Boxen und Einzelhandelsstandorten besteht.

Secondhand im Trend: Resale-Markt wächst weiter

Die neue Finanzierungsrunde für ThredUp steht für den immer größer werdenden Resale-Modemarkt. Kunden sehen diesen zunehmend als eine echte Alternative zum regulären Mode-Einzelhandelsmarkt, der oft mit umweltschädlichen Produktionsprozessen und übermäßigem Abfall in Verbindung gebracht wird.

Laut dem jährlichen ThredUp Resale Report ist der Resale-Fashion Markt in den letzten drei Jahren 21 mal schneller gewachsen als der übrige Modehandel und soll sich in den nächsten fünf Jahren von 24 Milliarden US-Dollar auf 51 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppeln.

Vergangene Woche gaben die großen US-Warenhäuser Macy's und JCPenney bekannt, dass sie Partnerschaften mit dem in San Francisco ansässigen Resale-Unternehmen eingegangen sind.

"Die Präferenzen der Verbraucher beim Einkaufen ändern sich. Sie haben die Einkaufszentren gegen dynamische, immer neue Einkaufserlebnisse ausgetauscht. Sie mögen es, weniger zu besitzen und dafür mehr Abwechslung in ihren Kleiderschränken. Sie fordern Nachhaltigkeit und weigern sich, für irgendetwas zu viel zu bezahlen", sagte ThredUp Geschäftsführer und Gründer James Reinhart in einer Erklärung, "diese Veränderungen treiben die unglaubliche Nachfrage nach dem Resale-Markt an und führen zu einer großen Veränderung des modernen Kleiderschranks. Wir werden durch das Vertrauen unserer Investoren bestärkt, diese Entwicklung weiter voranzutreiben, unsere Resale-Plattform auszubauen und eine nachhaltigere Zukunft für die Mode einzuleiten."

Die Investmentrunde wurde von Park West Asset Management und Irving Investors angeführt. Bestehende Investoren, darunter Goldman Sachs Investment Partners, Upfront Ventures, Highland Capital Partners und Redpoint Ventures, beteiligten sich ebenfalls. Damit erhöht sich das gesamte eingesammelte Kapital von ThredUp auf mehr als 300 Millionen US-Dollar (ca. 270 Mio. Euro), einschließlich einer bisher nicht veröffentlichten Investition von 75 Millionen US-Dollar (ca. 67 Mio. Euro), die das Unternehmen im vergangenen Jahr erhalten hat.

"ThredUp hat eine Plattform und einen intuitiven Marktplatz aufgebaut, der eine 50-Milliarden-Dollar-Industrie online bringt und es Käufern, Verkäufern und Handelspartnern erleichtert, am Secondhand-Markt teilzunehmen", sagte Russell Lynde vom Park WestAsset Management in einer Erklärung. "Was das ThredUp-Team aufgebaut hat, ist komplex, widerstandsfähig und höchst skalierbar. ThredUp ist in einer einzigartigen Position, um zu wachsen, den Markt anzuführen und die gesamte Resale-Wirtschaft zu stärken. "

Dieser Artikel wurde zuvor auf FashionUnited.uk veröffentlicht. Übersetzung und Bearbeitung: Barbara Russ

Foto: ThredUp

 

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