Trotz Umsatzrückgang: Mister Spex verringert Quartalsverlust
Der Berliner Brillenhändler Mister Spex SE musste im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen weiteren Umsatzrückgang hinnehmen. Das Unternehmen hob aber in seinem am Donnerstag veröffentlichten Zwischenbericht hervor, dass es eine „deutliche Ergebnisverbesserung“ erreichen konnte.
In den Monaten Januar bis März erzielte die Optikerkette einen Umsatz in Höhe von 40,7 Millionen Euro. Das entsprach einem Minus von neun Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. „Diese Entwicklung ist vor dem Hintergrund eines weiterhin angespannten Konsumumfelds zu sehen“, erklärte das Unternehmen und verwies auf die weiterhin „gedämpften Kaufbereitschaft“ der Verbraucher:innen.
Aufwärts ging es im stationären Geschäft. Dort stiegen die Erlöse um elf Prozent auf 16,2 Millionen Euro. Auf vergleichbarer Fläche legte der Umsatz in den eigenen Filialen um sieben Prozent zu, außerdem profitierte das Unternehmen nach eigenen Angaben von der Eröffnung eines neuen Stores am Berliner Kurfürstendamm und der „Integration von vier erworbenen Optikgeschäften“.
Im Online-Geschäft sank der Umsatz hingegen um 19 Prozent auf 24,5 Millionen Euro. Dies sei „im Wesentlichen auf reduzierte Promotionsaktivitäten sowie den Wegfall von fünf unprofitablen internationalen Online-Shops im zweiten Halbjahr 2025 zurückzuführen“, heißt es in einer Mitteilung.
Die Bruttomarge steigt deutlich
Dank einer Erhöhung der Bruttomarge von 56,4 auf 58,8 Prozent und Kostensenkungen machte das Unternehmen erhebliche Fortschritte beim operativen Gewinn. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erreichte eine Höhe von 1,29 Millionen Euro und lag damit um 88 Prozent über dem Niveau des Vorjahresquartals.
Aufgrund von einmaligen Kosten die aus „strategischen, organisatorischen und systemseitigen Maßnahmen“ in den Bereichen IT-Infrastruktur, Personal und Supply Chain sowie „Aufwendungen im Zusammenhang mit Akquisitionen“ resultierten, erhöhte sich der ausgewiesene Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um 20 Prozent auf 1,22 Millionen Euro. Geringere Abschreibungen und Wertminderungen trugen allerdings dazu bei, dass der Nettoverlust um fünf Prozent auf 6,48 Millionen Euro verringert werden konnte.
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