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Über 1 Milliarde Euro – soviel haben Sneaker-Unternehmen 2021 eingesammelt

Von Weixin Zha

17. Nov. 2021

Business

Foto: On

Die Zahlen sprechen für sich, das Geschäft mit den Sneakern boomt. Mehr als 1,3 Milliarden Euro sammelten Sneaker-Unternehmen in diesem Jahr ein. Das grüne Sneakerlabel Allbirds ist nur das jüngste Beispiel – wer sind die anderen Unternehmen, die von frischem Geld profitieren konnten?

3,5 Millionen

Die Sneaker-Investment-App Rares beruht auf einer Idee des ehemaligen American-Football-Spielers Gerome Sapp und will den Sneaker-Sammlermarkt für alle zugänglich machen. Nutzer:innen können in Sneaker investieren, indem sie Aktien an ihnen erwerben, die sie wiederum auf der Plattform handeln können. Das in diesem Jahr gegründete Start-up hat mit seiner Geschäftsidee im Oktober bereits 4 Millionen US-Dollar (3,52 Millionen Euro) eingesammelt.

Bild: mit freundlicher Genehmigung von Kick Game

4,1 Millionen

Der Londoner Luxus-Sneaker-Händler Kick Game hat sich eine neue Finanzierung in Höhe von 3,5 Millionen britischen Pfund (4,1 Millionen Euro) von der Wachstumskapitalgesellschaft VGC Partners gesichert und strebt einen Umsatz von 50 Millionen britischen Pfund im Jahr 2022 an.

Kick Game wurde 2013 von den sneakerbegeisterten Brüdern Robert und David Franks gegründet und profitiert vom schnell wachsenden Streetwear-Markt und der hohen Nachfrage nach exklusiven, seltenen und ausverkauften Sneakers. „Der Sneaker-Markt ist einer der am schnellsten wachsenden unregulierten Märkte der Welt, und wir wollen mit diesem Tempo mithalten", sagte Chief Operating Officer Robert Franks.

13 Millionen

Das gemeinschaftsbasierte Sneaker-Start-up Solesavy hat 2021 nicht nur einmal Geld eingesammelt, sondern gleich zwei Finanzierungsrunden abgeschlossen. Im Januar gab es 2 Millionen US-Dollar (1,76 Millionen Euro) und im Juni nochmal 12,5 Millionen US-Dollar (11 Millionen Euro).

Das 2018 gegründete Unternehmen aus Vancouver verspricht Sneakerheads einen mühelosen Zugang zu ihren begehrten Releases ohne sich mit Bots oder anderen Resale-Werkzeugen herumschlagen zu müssen.

Bild: Goat

172 Millionen

Der US-amerikanische Sneaker-Marktplatz Goat hat im Juni mehr als 195 Millionen US-Dollar (171,5 Millionen Euro) eingesammelt. Die Bewertung des in Los Angeles ansässigen Unternehmens stieg damit von 1,8 auf 3,7 Milliarden US-Dollar. Goat wurde 2015 als Plattform für den Kauf und Verkauf von Sneakern gegründet und hat seitdem andere Kategorien wie Bekleidung und Accessoires eingeführt. Heute zählt der Marktplatz rund 30 Millionen Mitglieder und 600.000 Händler.

StockX lanciert Golf-inspirierte DropX-Kollektion mit Malbon Golf. Bild: StockX

225 Millionen

Die 2016 in der US-amerikanischen Stadt Detroit gegründete Sneaker-Börse StockX bekam in ihrer jüngsten Finanzierungsrunde 255 Millionen US-Dollar (225 Millionen Euro) von Investoren. Das Prinzip des Sneakers als Renditeobjekt hat StockX perfektioniert; die Preise für Jordans und Yeezys werden auf der Website wie Aktienkurse abbildet und das Unternehmen mischt inzwischen auch im florierenden Markt für digitale Sammlerstücke mit.

„StockX hat sich in kürzester Zeit zu einem der größten und am schnellsten wachsenden Verbraucher-Marktplätze entwickelt, der ein weltweites Publikum bedient, das nach Authentizität und relevanten Produkten dürstet", sagte Brad Gerstner, Gründer von Altimeter Capital zur jüngsten Finanzierungsrunde. Seitdem erreichte der Unternehmenswert von StockX nach eigenen Angaben ganze 3,8 Milliarden US-Dollar (3,2 Milliarden Euro).

262 Millionen

Das nachhaltige Sneaker-Unternehmen Allbirds aus San Francisco hat seit seiner Gründung eine beachtliche Entwicklung hingelegt. Die Wohlfühlschuhe aus innovativen Materialien wie Eukalyptusfasern und Sohlen auf Zuckerrohrbasis wurden bisher mehr als 8 Millionen Mal verkauft.

Der Erfolg des Direct-to-Consumer-Unternehmens setzte sich Anfang des Monats auch auf dem Börsenparkett fort. Mit seinem Börsengang sammelte Allbirds 303 Millionen US-Dollar (262 Millionen Euro) ein und ist damit als Unternehmen stolze 1,9 Milliarden Euro wert.

634 Millionen

Der Schweizer Sportartikelanbieter On Holding AG verbuchte einen Gesamterlös von rund 746 Millionen US-Dollar (634 Millionen Euro) bei seinem Börsengang im September. Die 2010 gegründete, in Zürich ansässige Firma präsentierte sich Anlegern vor dem Börsendebüt als „eine der am schnellsten wachsenden Sportschuhfirmen weltweit“. Im vergangenen Geschäftsjahr steigerte sie ihren Umsatz um rund 59 Prozent auf 425,3 Millionen Schweizer Franken (396,8 Millionen Euro). In der ersten Jahreshälfte lag die Wachstumsrate sogar bei knapp 85 Prozent.

Und das Jahr ist noch nicht zu Ende. Unter den Anwärtern für frische Finanzierung befinden sich auch der britische Online-Sneakershop Edit Ldn und der britische Schuhhändler Hotter Shoes, der eine Aktienplatzierung über das Segment Alternative Investment Market (AIM) der Londoner Börse angekündigt hat.