Zara-Mutter Inditex auch nach neun Monaten auf Wachstumskurs

Der spanische Bekleidungskonzern Industria de Diseño Textil SA (Inditex) hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2018/19 seinen Umsatz und Gewinn weiter gesteigert. Das Wachstumstempo wurde allerdings durch die starke Kursentwicklung des Euro gegenüber wichtigen Lokalwährungen gebremst. Das geht aus einem Zwischenbericht hervor, den die Muttergesellschaft der populären Bekleidungskette Zara am Mittwoch vorlegte.

Im Berichtszeitraum, der am 31. Oktober endete, belief sich der Konzernumsatz auf 18,4 Milliarden Euro. Gegenüber den ersten neun Monaten des Vorjahres bedeutete das eine Steigerung um drei Prozent. Bereinigt um Wechselkursveränderungen wuchsen die Erlöse sogar um sieben Prozent.

Anders als viele Konkurrenten sah sich Inditex trotz des ungewöhnlich langen und warmen Sommers nicht gezwungen, die Rabattaktionen im Herbst auszuweiten. So konnte der Konzern seine Bruttomarge auch im dritten Quartal leicht verbessern. Nach neun Monaten lag der operative Gewinn bei 3,1 Milliarden Euro und damit um drei Prozent über dem entsprechenden Vorjahresniveau. In den jeweiligen Lokalwährungen stieg er sogar um 14 Prozent. Der Nettogewinn nach Minderheitenanteilen wuchs um vier Prozent auf 2,4 Milliarden Euro.

Der Konzern setzt weiter auf den Ausbau des Online-Geschäfts

Trotz des „außerordentlich warmen Septembers“ sieht sich der Konzern auch im zweiten Halbjahr auf Kurs. Da im Oktober und November die Erlöse auf vergleichbarer Fläche um fünf Prozent gesteigert wurden, wuchs der Umsatz seit Juli flächenbereinigt um drei Prozent. Angesichts dessen bestätigte das Unternehmen seine Prognosen für die zweite Jahreshälfte, die am 31. Januar 2019 endet.

Unterdessen setzte Inditex seine Digitalisierungsoffensive fort: Seit November sind die Kollektionen des Konzepts Zara in zusätzlichen 106 Ländern online erhältlich. Damit erreicht die Marke nun insgesamt 202 Märkte. Bis zum Jahr 2020 sollen alle Marken des Konzerns weltweit über das Internet bestellbar sein.

Mit dem Ausbau des Online-Geschäfts schafft sich Inditex ein zweites Standbein neben seiner starken stationären Präsenz: Ende Oktober verfügte der Konzern über 7.442 Filialen in 96 Märkten. Das weitaus größte Konzept blieb Zara mit 2.118 Stores, gefolgt von Bershka (1.100 Standorte), Stradivarius (1.008), Pull&Bear (970), Massimo Dutti (762), Oysho (666), Zara Home (599), Zara Kids (128) und Uterqüe (91).

Inditex, erste neun Monate 2018/19
Umsatz 18,4 Milliarden €
Nettogewinn 2,4 Milliarden €

Foto: Inditex
 

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