Zara-Mutter Inditex will grüner und digitaler werden

Der spanische Bekleidungsanbieter Industria de Diseño Textil SA (Inditex) hat sich neue Nachhaltigkeitsziele gesetzt. Auf der Jahreshauptversammlung am Dienstag erläuterte Konzernchef Pablo Isla, welche konkreten Initiativen bei der Zara-Mutter für die nahe Zukunft geplant sind. „Nachhaltigkeit ist eine nie endende Herausforderung, die jeden hier bei Inditex betrifft und in die wir auch unsere Zulieferer erfolgreich einbezogen haben“, erklärte er.

Isla kündigte an, dass im Jahr 2025 bei allen acht Konzernmarken die Schlüsselmaterialien Baumwolle, Leinen und Polyester zu hundert Prozent „ökologisch, nachhaltig oder recycelt“ sein werden. Bei Viskose soll dieses Ziel bereits 2023 erreicht werden. Damit seien neunzig Prozent aller von Inditex verwendeten Rohmaterialien von diesen Plänen betroffen, erklärte das Unternehmen. Schon vorher soll der Anteil der Produkte, die das unternehmenseigene Nachhaltigkeitssiegel „Join Life“ tragen, ausgebaut werden. Im laufenden Jahr werde das Angebot verdoppelt, 2020 soll es mehr als ein Viertel des gesamten Sortiments ausmachen.

Inditex schafft Plastiktüten ab und setzt auf erneuerbare Energie

Ab dem kommenden Jahr soll zudem in allen Filialen des Konzerns auf Plastiktüten verzichtet werden. Dieser Schritt wurde bei den Marken Zara, Zara Home, Massimo Dutti und Uterqüe bereits vollzogen. Bis 2023 ist darüber hinaus geplant, sämtliche nur für den einmaligen Gebrauch vorgesehenen Plastikprodukte im eigenen Einzelhandel abzuschaffen.

Weitere Maßnahmen betreffen die Infrastruktur des Konzerns. So sollen noch in diesem Jahr alle Verwaltungsgebäude sowie sämtliche Zara-Filialen höchsten Ansprüchen für umweltfreundliche Architektur genügen. Bis 2025 hat sich Inditex zudem das Ziel gesetzt, in seinen Geschäften, Logistikzentren und Büros zu achtzig Prozent erneuerbare Energie zu verwenden.

2020 sollen alle Konzernmarken weltweit online erhältlich sein

Neben Nachhaltigkeitsinitiativen steht die Digitalisierung weiter im Fokus der Strategie. Isla bekräftige die Absicht, im kommenden Jahr die Sortimente aller Konzernmarken überall auf der Welt online verfügbar zu machen. 2018 hatte das wichtigste Konzept Zara bereits einen entscheidenden Schritt in diese Richtung gemacht: Im Herbst wurde eine Online-Plattform eröffnet, die 106 Länder abdeckt, in der die Marke bisher nicht mit stationären Filialen vertreten ist. So sind die Angebote von Zara seither in über 200 Ländern erhältlich. Die Labels Massimo Dutti, Pull & Bear, Stradivarius, Oysho, Zara Home und Uterqüe konnten ihre Reichweite durch zusätzliche Online-Angebote inzwischen auf mehr als 100 Märkte ausbauen.

Foto: Inditex

 

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