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22 weitere Marken schließen sich vor Black Friday Pack4Good an, um Verpackung zu sparen

Von Simone Preuss

25. Nov. 2020

Einzelhandel

Mit dem Black Friday, einem der größten Shopping-Ereignisse des Jahres, fällt gerade bei Onlinehändlern einiges an Verpackung an - und vieles davon lässt sich vermeiden. Um ihre Müllberge und damit ihren Einfluss auf die Umwelt zu reduzieren, haben sich weitere 22 Marken wie Lush Cosmetics (North America), Beauty Kitchen und LOLI sowie die Modemarken Stitch Fix, The Very Group und Saloni und Innovator Re-Leaf der Umweltorganisation Canopy und ihrer Initiative zur Verpackungsreduzierung Pack4Good angeschlossen.

Damit sind bis jetzt insgesamt 126 Marken Partner der im Oktober 2019 ins Leben gerufenen Initiative, darunter H&M, Bestseller, Stella McCartney, Target, Ted Baker, Uniqlo/Fast Retailing und Zara/Inditex. Zusammen wollen sie an ganzheitlichen, innovativen Verpackungslösungen arbeiten, um Verpackungen allgemein zu reduzieren und Wälder zu schützen. Laut Canopy werden jährlich drei Milliarden Bäume gefällt, um Papierverpackungen herzustellen.

E-Commerce erfordert sieben Mal mehr Verpackung

Die Unterstützung der 22 neuen Marken kommt zudem vor dem Black Friday genau zur richtigen Zeit, denn in der diesjährigen Festtagssaison wird eine Steigerung der Onlineumsätze von 25 bis 35 Prozent erwartet. Im letzten Jahr kauften über 93,2 Millionen Menschen online ein, was zu einem Rekordumsatz von 7,4 Milliarden US-Dollar führte. Die zusätzliche Verpackung, die erforderlich ist, um die in diesem Jahr erwartete erhöhte Nachfrage zu bedienen, würde die Auswirkungen auf die weltweiten Ökosysteme der Wälder noch verstärken, da für Online-Einkäufe durchschnittlich sieben Mal mehr Verpackung benötigt wird als im stationären Handel.

„Es besteht keine Notwendigkeit mehr, die letzten Urwälder und gefährdeten Wälder der Welt für den Versand und die Verpackung alltäglicher Produkte zu nutzen. In diesem Jahrzehnt der Wende für unseren Planeten demonstrieren die Unternehmen, die sich Pack4Good anschließen, die Führungsrolle, die man übernehmen muss, um Papierverpackungen in Angriff zu nehmen und umweltfreundliche Alternativen zu entwickeln. Es gibt keinen besseren Zeitpunkt, um diese Bewegung zu stärken, als im Vorlauf zu einem der geschäftigsten Einkaufstage der Welt“, kommentiert Canopy-Geschäftsführerin Nicole Rycroft in einer Erklärung.

Alle Pack4Good-Partner verpflichten sich, dass ihr gesamtes Verpackungsmaterial bis Ende 2022 frei von den Rohstoffen aus Urwäldern und gefährdeten Wälder ist und so entwickelt wurde, um den Materialverbrauch zu reduzieren. Zudem wollen sie zunehmend recycelte und alternative Next Generation-Fasern verwenden, wie etwa solche, die aus landwirtschaftlichen Rückständen gemacht sind. Sollten sie doch Holz aus neuen Wäldern verwenden, dann muss dieses FSC-zertifiziert sein.



Bild: Eco-Age