Adidas verkauft erstmals direkt über StockX

Sportartikelhersteller Adidas probiert weiter innovative Einzelhandelskonzepte aus, um seine Produkte zu verkaufen: Nach einem Snapchat-Spiel konnten Adidas-Fans vom 15. bis 18. Oktober über die US-Resale-Plattform für Sneakers, StockX, neue Produkte der Marke per Auktion erstehen, da Adidas als erster prominenter Marken-Partner bei StockX dabei ist. Dies gab das Unternehmen in einer Pressemitteilung am Dienstag bekannt.

Konkret wurden im Rahmen des Adidas MakerLabs die Kreationen dreier aufstrebender Sneaker-Designer angeboten - Helen Kirkum, Alex Nash und Shun Hirose der japanischen Boutique Recouture, die den Adidas-Klassiker Campus 80s neu interpretierten. Ihre Kreationen waren für 72 Stunden über StockX in limitierter Auflage von 333 Stück erhältlich.

Adidas verkauft erstmals direkt über StockX

„Wir leben nach einem ausgeprägten Modell der Zusammenarbeit, das das Kollektiv umfasst. Das bedeutet oft, dass wir den Beifahrersitz einnehmen und als Befähiger der kreativen Vision unserer Partner fungieren, die zum Leben erwacht“, erklärte Jose Cabaco, Senior Director of Creative Concepts and Storytelling bei Adidas, in der Mitteilung.

Die Auktion ist dabei keine gewöhnliche öffentliche Auktion, bei der Interessierte die Angebote der anderen Bieter sehen können, sondern es handelt sich um eine blinde Auktion, die StockX 'IPO' nennt - Initial Public Offering. Der Vorteil ist, dass Bieter nicht zwingend den von ihnen genannten Preis zahlen müssen, sondern auch mit einer geringeren Summe davonkommen können; je nachdem, was die anderen Interessenten bieten.

Adidas verkauft erstmals direkt über StockX

Für Adidas ist dieses Projekt „das nächste Kapitel der Collaborative-Creation-Plattform“ der Marke. Der gesamte Kreativprozess, der innerhalb von zehn Tagen in der Adidas-Zentrale in Herzogenaurach geschah, wurde dokumentiert und als öffentlich einsichtiges Video festgehalten. Die Designer reisten dann für die Herstellung zu Adidas’ Partnerbetrieb in Vietnam, um die Herstellung jedes Modells persönlich zu betreuen.

„Das MakerLab ist ein Ort, an dem Designer und Kreative innerhalb von Adidas die Möglichkeit haben, zu erforschen und Ideen zu entwickeln, ohne sich auf ihre gewohnte Arbeitsweise zu beschränken. Es ist eine Gemeinschaft von Designern und Machern, die sich den Dingen durch taktiles Experimentieren nähern und ihre Ideen präsentieren wollen“, kommentierte Kirkum ihren kreativen Prozess auf der StockX-Website.

„Dies war meine erste internationale Zusammenarbeit mit einer so berühmten Marke. Als ich zum ersten Mal von dem Projekt in Tokio hörte, konnte ich mir nicht vorstellen, wie das Ergebnis aussehen würde. Ich war am Anfang etwas nervös wegen der Sprachbarriere und der völlig anderen Umgebung, aber diese Bedenken verschwanden schnell“, fasste Hirose seine Erfahrung zusammen.

„Das Makerlab ist für mich wie ein riesiger Spielplatz und gibt mir das Gefühl, wieder 6 Jahre alt zu sein, inmitten von 12 Meter langen Rutschen, Seilrutschen, Ballbädern und Gokarts“, fügte Nash hinzu.

Adidas verkauft erstmals direkt über StockX

Die drei überarbeiteten Sneaker-Modelle sind entsprechend verschieden ausgefallen: Während Kirkum und Hirose sich für klassische Variante in hellen Farbtönen beziehungsweise Schwarz mit roter Spitze entschieden, ließ Nash sich von der gesamten Farbpalette inspirieren und griff zu Neon- sowie Erdfarben und bunten Farbtupfern.

Das Video zum kreativen Prozess kann über die StockX-Website eingesehen werden, wo bald auch die Ergebnisse der Auktion bekannt gegeben werden.

Fotos: Adidas, StockX

 

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