Digital trifft Stationär - so sieht die Einzelhandelslandschaft 2020 aus

In den letzten Jahren hat sich die Einzelhandelslandschaft in rasantem Tempo entwickelt. 2020 wird das Jahr des immersiven Einzelhandels sein. Der vielbeschworene "Store der Zukunft" muss schon heute Realität werden.

Da digitale und stationäre Strategien miteinander verschmelzen, hat das Einzelhandelssterben in den 2010er Jahren Ladenleerstände mit sich gebracht. Es ist eine neue Ära der temporären Ladenflächen und Pop-up-Geschäftsmodelle.

Laut den Retail- und Datenanalysten von Edited sind temporäre Installationen, Markenaktivierungen und sensorische In-Store-Erlebnisse das Credo der Zukunft. Mit der Herbst-Winter-Saison, die im Januar beginnt, werden die Designer diese Konzepte weiter erforschen und innovativ nutzen, um neben ihren neuesten Kollektionen einen Hype zu erzeugen.

Ein neues Jahrzehnt der Nachhaltigkeit

Mit dem Jahr 2019 als "Jahr der Nachhaltigkeit" wird erwartet, dass nachhaltige Innovationen für den Handel im Jahr 2020 höchste Priorität haben. Das schafft mehrere Möglichkeiten im virtuellen und digitalen Raum, so Edited.

Die Überproduktion ist oft der erste Gedanke, wenn es um die negativen Auswirkungen der Modeindustrie auf die Umwelt geht. Doch schon bevor die Waren in die Produktion gehen, müssen Einzelhändler ihren Beitrag zur Müllvermeidung in ihren Muster- und Fertigungsprozessen leisten.

Abgesehen von nachhaltigen Elementen bahnt sich auch die digitale Mode ihren Weg in den stationären Handel, indem online und offline stärker verschmelzen, um ein neues Einkaufserlebnis zu schaffen.

Virtuelle Influencer

Aufbauend auf der Vision einer Zukunft, die digitale Kleidung mit realen Influencern verbindet, wird die Möglichkeit für digitale Influencern, digitale Kleidung zu tragen, skaliert. Im Laufe der Jahre sind virtuelle Influencer in Luxuskampagnen für Designer wie Balmain aufgetreten oder haben mit realen Models interagiert, wie beispielsweise Bella Hadid mit Lil Miquela für Calvin Klein.

Eröffnungen, Schließungen, Fusionen und Übernahmen

Eine Vielzahl von Neueröffnungen und Schließungen wird das Jahr 2020 prägen, wobei Debenhams im neuen Jahr 22 Standorte schließen wird, nachdem das Unternehmen in die Insolvenz gefallen ist. Sears wird ab Februar 51 Filialen schließen, und Sports Direct kündigte an, dass weitere House of Fraser-Schließungen im Jahr 2020 erwartet werden. Forever 21 kündigte an, dass es in Südkalifornien schließen wird, was die Liste der im Januar geschlossenen US-Standorte ergänzt. Im neuen Jahr wird der Einzelhändler auch alle seine britischen Standorte schließen. Marks & Spencer wird seine Präsenz im Jahr 2020 weiter schließen und einige seiner größten Flagship Stores verkleinern. In Deutschland sieht die Entwicklung ähnlich aus: Einst feste Größen deutscher Einkaufsstraßen verschwinden.

Was die Eröffnung von Einzelhandelsgeschäften betrifft, so hat Inditex für das Jahr 2020 einen Benchmark für den Online-Verkauf aller Marken weltweit aufgestellt. Primark wird 19 neue Geschäfte eröffnen und neue Erweiterungen und Verlagerungen durchführen. Gucci führt zwischen Januar und März 2020 eine Reihe von Pop-ups namens 'Pin' in Paris, Seoul und Hongkong ein. Pin wird sich auf Augmented Reality und interaktive Verbrauchererfahrung konzentrieren. Moncler's 'House of Genius' Projekt in Paris, Tokio und Mailand wird bis Ende Januar 2020 fortgesetzt.

Dieser Artikel wurde zuvor auf FashionUnited.uk veröffentlicht. Übersetzung und Bearbeitung: Barbara Russ

Bild: Gucci Pin, Quelle: Gucci.com

 

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