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GfK Consumer Panel: Deutsche gaben 2020 fast 20 Prozent weniger für Mode aus

Von Simone Preuss

10. Feb. 2021

Einzelhandel

Im Krisenjahr 2020 gaben die Deutschen fast 20 Prozent weniger für Mode aus als noch 2019. Das bedeutet, deutlich über 500 Millionen Teile wurden weniger verkauft, so die Zahlen des GfK Consumer Panels Fashion 2020. Die Untersuchung stellte auch ein deutliches Gefälle zwischen Online- und Offline-Ergebnissen und Verbraucherverhalten nach Altersgruppe fest.

„Während Kunden unter 30 Jahren ihre Ausgaben sogar leicht gesteigert haben, hat die Gruppe der über 60-Jährigen deutlich weniger für Fashion ausgegeben als im Vorjahr“, heißt es im Bericht, der hinzufügt, dass großflächige Einzelhandelsformate mit tendenziell älteren Fashion-Shoppern besonders betroffen waren.

Online-Anteil am Modemarkt steigt um 7 Prozent auf ein Drittel an

Dies liegt zum einen daran, dass ältere Verbraucher sich pandemiebedingt weniger in die Läden und Einkaufsstraßen wagten als jüngere Verbraucher und dass sie oft weniger technisch versiert sind, das heißt, ihren verringerten Offline-Konsum nicht einfach online ausgleichen konnten.

Dies zeigt sich auch im Vergleich des Online- und Offline-Umsatzes: „Während die Online-Ausgaben zulegten, ging der Offline-Markt überproportional zurück. Der Online-Anteil am Fashionmarkt wuchs von knapp 26 Prozent auf gut 33 Prozent, während der stationäre Fashionhandel in 2020 mehr als 10 Milliarden Euro verlor“, resümiert der Bericht.

Wer profitierte 2020?

Wer profitierte von den Mehrausgaben jüngerer Kunden und Kundinnen? Laut GfK vor allem E-Commerce-Anbieter, wobei hinzugefügt werden muss, dass die Käuferreichweite der Altersgruppe zwischen 50 und 69 Jahren online inzwischen mittlerweile auch deutlich über 50 Prozent liegt.

In Bezug auf Warenbereiche litten HAKA, Herrenschuhe und Skibekleidung besonders, während Sportbekleidung, KOB und Wäsche weniger im Minus waren, was sich mit den veränderten Lebensgewohnheiten der Verbraucher im Jahr 2020 deckt: Weniger Zeit wurde draußen oder auf der Arbeit verbracht und mehr in den eigenen vier Wänden.

Dies belegt auch der Anteil von Sportbekleidung, die „nicht zum Sport“ gekauft wurde: Bei Jogginghosen zum Beispiel stieg dieser von gut 40 Prozent auf knapp 50 Prozent. Gerade Männer gaben für die „Jogginghose für Zuhause“ deutlich mehr aus als im Vergleichszeitraum 2019, fand die Untersuchung.

Foto: Chris Panas via Pexels